Reformkommission, Krankenversicherung

Reformkommission zur Krankenversicherung startet

12.09.2025 - 10:35:25

Angesichts immer höherer Milliardenkosten und steigender BeitrĂ€ge soll eine Kommission VorschlĂ€ge fĂŒr eine grundlegende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung erarbeiten.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte bei der Vorstellung des Gremiums in Berlin, der Handlungsdruck liege auf der Hand, und eine tiefgreifende Stabilisierung sei ĂŒberfĂ€llig. Bereits ab 2027 drohe ein Defizit im zweistelligen Milliardenbereich.

Die Kommission mit zehn Expertinnen und Experten solle bereits bis MÀrz 2026 erste VorschlÀge zur Stabilisierung der BeitragssÀtze ab 2027 vorlegen, sagte Warken. Bis Ende 2026 soll ein zweiter Bericht zu weiteren grundlegenden Fragen folgen. Die Kommission arbeite frei und ohne Denkverbote, sagte die Ministerin. Die Arbeit aufnehmen soll das Gremium am 25. September.

Lang- und kurzfristige Maßnahmen

Union und SPD hatten die Kommission im Koalitionsvertrag vereinbart. ZunĂ€chst war geplant, dass sie bis FrĂŒhjahr 2027 VorschlĂ€ge erarbeiten soll. UnabhĂ€ngig davon ringt die Koalition um kurzfristige Maßnahmen, die erneute Erhöhungen der BeitrĂ€ge Anfang 2026 abwenden sollen. Hintergrund ist, dass vorgesehene Finanzspritzen aus dem Etat nicht reichen. Erst Anfang 2025 hatte es eine Welle mit Erhöhungen der ZusatzbeitrĂ€ge gegeben, die die Kassen jeweils festlegen.

@ dpa.de