DĂ€nemarks AuĂenminister besucht engste VerbĂŒndete
18.01.2026 - 14:35:02Noch heute werde AuĂenminister Lars LĂžkke Rasmussen zu Beratungen in die norwegische Hauptstadt Oslo reisen, teilte das dĂ€nische AuĂenministerium mit. Am Montag werde er in London sein und am Donnerstag die schwedische Hauptstadt Stockholm besuchen.
Auf der Tagesordnung stehe die Sicherheit in der Arktis, hieĂ es in der Mitteilung. Im Zentrum der Beratungen dĂŒrften aber vor allem die zunehmend mit Drohungen versehenen AnsprĂŒche von US-PrĂ€sident Donald Trump auf die zu DĂ€nemark gehörende Arktis-Insel Grönland stehen. Der Streit hatte am Samstag eine neue Dimension erreicht, als Trump Strafzölle gegen Deutschland und weitere EU-Staaten ankĂŒndigte, die sich hinter die Weigerung DĂ€nemarks gestellt hatten, Grönland an die USA abzutreten.
Rasmussen war erst vor einigen Tagen nach Washington gereist. Ein GesprĂ€ch mit US-VizeprĂ€sident JD Vance und US-AuĂenminister Marco Rubio hatte jedoch keine Einigung gebracht. Die Diplomatie sieht Rasmussen dennoch nicht am Ende, wie er laut der dĂ€nischen Nachrichtenagentur Ritzau den TV-Sendern DR und TV 2 vor seinem Abflug nach Oslo sagte. "Wir mĂŒssen am diplomatischen Weg festhalten", so Rasmussen. Er betonte zudem, es handle sich nicht nur um eine Angelegenheit zwischen DĂ€nemark und den USA, sondern um die "Frage der Weltordnung und die Zukunft des Nato-BĂŒndnisses".
"DĂ€nemark braucht enge Freunde und VerbĂŒndete"
Trump begrĂŒndet sein Ziel, Grönland den USA einzuverleiben, vor allem mit dem Argument, DĂ€nemark könne das strategisch wichtige Territorium in der Arktis nicht ausreichend gegen russische oder chinesische Bedrohungen verteidigen. Kopenhagen und seine europĂ€ischen VerbĂŒndeten argumentieren hingegen, die Sicherheit in der Arktis sei eine gemeinschaftliche Aufgabe der Nato. Doch die Entsendung militĂ€rischer Delegationen aus Europa zur Vorbereitung einer gemeinsamen Ăbung schien den US-PrĂ€sidenten nur weiter zu provozieren: Gegen die teilnehmenden Staaten drohte Trump nun Zölle an, sollten sie ihren Widerstand gegen eine US-Ăbernahme Grönlands nicht aufgeben.
"In einer unruhigen und unvorhersehbaren Welt braucht DĂ€nemark enge Freunde und VerbĂŒndete. Das sind Norwegen, das Vereinigte Königreich und Schweden", sagte Rasmussen der Mitteilung zufolge.

