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Anglo American Aktie: 3,88 Milliarden für Kohle-Sparte

18.05.2026 - 23:37:15 | boerse-global.de

Der Minenkonzern trennt sich von seiner australischen Kohlesparte und erlöst bis zu 3,88 Milliarden Dollar. Der Deal ist ein zentraler Schritt zur Fokussierung auf Kupfer und zur geplanten Fusion mit Teck Resources.

Anglo American Aktie: 3,88 Milliarden für Kohle-Sparte - Foto: über boerse-global.de
Anglo American Aktie: 3,88 Milliarden für Kohle-Sparte - Foto: über boerse-global.de

Anglo American hat einen Käufer für seine australische Kohle-Sparte gefunden. Der Minenkonzern verkauft die Sparte an die private Gruppe Dhilmar Ltd. – für bis zu 3,88 Milliarden Dollar in bar. Der Schritt ist ein Meilenstein im laufenden Restrukturierungsprogramm und ebnet den Weg für die geplante Fusion mit Teck Resources.

Die Aktie reagierte verhalten, notiert mit rund 3.855 Pence aber nur fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.

Deal-Struktur und Verwendung der Erlöse

Die Transaktion besteht aus zwei Komponenten: einer sofortigen Zahlung von 2,3 Milliarden Dollar plus einer preisabhängigen Earn-out-Komponente über 1,58 Milliarden Dollar, die in den nächsten fünf Jahren fließen soll. Den Ausschlag gibt die Entwicklung der Kohlepreise.

Der Verkauf umfasst Beteiligungen an mehreren australischen Minen, darunter Moranbah North, Grosvenor, Capcoal und Dawson. Der Abschluss wird für das erste Quartal 2027 erwartet, vorbehaltlich regulatorischer Freigaben.

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Der Erlös fließt in den Schuldenabbau. Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich zum Jahresende 2025 auf 8,57 Milliarden Dollar.

Rückschlag mit Peabody überwunden

Die Einigung kommt nach einer Phase der Unsicherheit. Ein früherer Deal mit Peabody Energy über 3,78 Milliarden Dollar war 2025 geplatzt – ausgelöst durch einen Untertagebrand in der Moranbah-North-Mine. Ein Schiedsverfahren mit Peabody läuft noch.

Trotz des Brandes und der operativen Probleme liegt der neue Kaufpreis leicht über dem damaligen Angebot. Ein Zeichen, dass hochwertige Kohleassets weiter gefragt sind – auch wenn große Bergbaukonzerne zunehmend auf Metalle für die Energiewende setzen.

Strategischer Fokus auf Kupfer

Der Kohleausstieg ist das Herzstück der Konzernstrategie von CEO Duncan Wanblad. Anglo American will sich auf Kupfer, Premium-Eisenerz und Düngemittel konzentrieren – und so die Fusion mit Teck Resources vorbereiten. Ziel ist ein globaler Kupfer-Schwergewichtskonzern.

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Nach dem Kohleverkauf und der bereits vollzogenen Abspaltung der Platin-Sparte fehlt nur noch die Trennung von der Diamantentochter De Beers.

Parallel dazu: Rechtsstreit in Chile

Ein chilenisches Umweltgericht kippte kürzlich eine Genehmigung für die Kupfermine Collahuasi, an der Anglo American 44 Prozent hält. Das Unternehmen sieht keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Produktion. Der Spruch betreffe nur bestimmte Analysen zu lokalen Gemeinden und dem Meeresumfeld. Man arbeite mit den Behörden an den nächsten Schritten.

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