Anglo American Aktie: Bindender Kohle-Deal im Q2 2026
11.05.2026 - 08:42:59 | boerse-global.deAnglo American treibt den Umbau seines Portfolios voran. Der Konzern sucht Käufer für sein australisches Kokskohle-Geschäft und erhält dafür offenbar Interesse von drei Industriekonzernen. Parallel dazu rückt die persönliche Beteiligung des Managements stärker in den Fokus.
Der Verkauf ist ein zentraler Baustein der Strategie. Anglo will sich stärker auf Kupfer und hochwertiges Eisenerz konzentrieren. Die Kohlesparte bleibt zwar operativ wichtig, passt aber immer weniger zum geplanten Kurs Richtung „grüner“ Rohstoffe.
Drei Bieter für Kohlegeschäft
Im Verkaufsprozess für die australischen Stahlkohle-Aktivitäten gelten Stanmore Resources, Mitsubishi und PT Buma Internasional als wichtigste Interessenten. Die Minen liegen vor allem im Bowen Basin in Queensland. Für Anglo ist das ein sensibler Vermögenswert, denn die Sparte steht seit Jahren im Zentrum des Konzernumbaus.
Besonders heikel: Ein früherer Deal über 3,8 Milliarden Dollar mit Peabody Energy platzte nach einem Brand in der Moranbah-South-Mine. Anglo bestreitet die Rücktrittsgründe weiter und führt dazu ein Schiedsverfahren. Ein bindender neuer Verkaufsvertrag soll nun im zweiten Quartal 2026 kommen.
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Management erhöht eigenes Engagement
Hinzu kommt ein Signal aus der Chefetage. Konzernchef Duncan Wanblad und Finanzchef John Heasley haben die Schlussdividende 2025 erneut in Aktien angelegt. Beide Beteiligungen wurden am 6. Mai umgesetzt und am Wochenende gemeldet. Der Preis lag bei 38,10 Pfund je Aktie.
Die Dividende selbst war auf der Hauptversammlung mit 0,16 Dollar je Aktie empfohlen worden. Anglo orientiert sich dabei an einer Ausschüttung von 40 Prozent des bereinigten Gewinns. Für das gesamte Geschäftsjahr ergibt sich damit eine Bardividende von 0,23 Dollar je Aktie.
De Beers bleibt schwierig
Weniger erfreulich läuft es bei De Beers. Die durchschnittlich realisierten Preise für Rohdiamanten fielen im ersten Quartal 2026 um 19 Prozent auf 101 Dollar je Karat. Der Preisindex schwächelte, zugleich verkaufte der Konzern mehr niedrigpreisige Ware.
Der Ausstieg aus dem Diamantengeschäft bleibt damit kompliziert. Eine feste Zeitschiene gibt es nicht. Besonders schwer wiegt der 15-prozentige Anteil der Regierung Botswanas, dazu kommt ein volatiler Luxusmarkt.
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Kupfer gibt Halt
Im Gegenzug laufen die Kernsparten robuster. Die Kupferproduktion soll 2026 weiter bei 700.000 bis 760.000 Tonnen liegen. Auch beim Eisenerz bleibt Anglo bei einer Prognose von 55 bis 59 Millionen Tonnen.
Der größere strategische Schritt ist die geplante Fusion mit Teck Resources. Sie soll einen führenden Kupferkonzern schaffen und könnte zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 abgeschlossen werden. Südkorea hat bereits zugestimmt. Aus China fehlt noch das letzte große Kartellgrünlicht.
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