Angriff auf 20.000 – oder fette Bullenfalle im DAX 40?
29.01.2026 - 19:33:59Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell von seiner dynamischen Seite: keine lethargische Seitwärtsbörse, sondern ein klarer, trendiger Markt mit spürbarer Spannung zwischen Bullen und Bären. Die Kursbewegungen sind geprägt von einer Mischung aus nervöser Vorsicht und aggressivem "Dip kaufen" – typisch für Phasen, in denen der Markt an entscheidenden Zonen arbeitet. Statt ruhiger Konsolidierung sehen wir schwungvolle Tagesbewegungen, schnelle Richtungswechsel und deutlich erhöhte Aufmerksamkeit auf dem Parkett in Frankfurt.
Technisch steht der Index in einer Zone, die man getrost als Prüfstand für den nächsten großen Move bezeichnen kann: Die Bullen verteidigen hartnäckig eine breite Unterstützungsregion, während weiter oben ein massiver Widerstandsbereich lauert, der psychologisch an einer runden Marke klebt und damit perfekte Projektionsfläche für große Hoffnungen – aber auch für brutale Enttäuschungen – bietet. Genau hier entscheidet sich, ob der nächste große Schlag ein kraftvoller Ausbruch wird oder eine schmerzhafte Bullenfalle.
Die Story: Was treibt diese Spannung? Auf der Makro-Seite dominiert ein Thema alles: die Europäische Zentralbank und die Frage, wie hart oder weich Christine Lagarde in die weitere Zinsentwicklung steuert. Nach den aggressiven Zinserhöhungen der letzten Jahre schaut ganz Europa auf die Kombination aus Inflationsdaten, Wachstumsschwäche und politischem Druck. In Deutschland kommt dazu ein Cocktail aus schwacher Industrie, strukturellem Umbau der Auto-Branche und dem ewigen Problem: schleppende Investitionen.
Auf CNBC Europe liegt der Fokus aktuell besonders auf drei Strängen:
- EZB und Zinswende: Die jüngsten Kommentare aus dem EZB-Rat deuten auf eine vorsichtige, aber realistische Bereitschaft hin, bei weiter nachlassender Inflation die Zügel zu lockern. Das nährt in Frankfurt die Hoffnung auf ein Umfeld mit niedrigeren Finanzierungskosten – gut für zyklische Werte, Immobilien und hochverschuldete Geschäftsmodelle. Gleichzeitig warnen Ökonomen vor einer zu schnellen Entspannung: Sollte die Inflation erneut anspringen, könnte eine spätere Nachschärfung nötig werden, was die Märkte brutal treffen würde.
- Deutschland als Wachstums-Bremse Europas: Rezessionsängste sind längst keine Schlagzeilenpanik mehr, sondern reale Diskussion: schwache Auftragseingänge in der Industrie, eine Auto-Branche im Tech-Stress (E-Mobilität, Software, Preiskampf mit China) und die Unsicherheit rund um Standortkosten und Bürokratie. CNBC thematisiert immer wieder, dass der DAX zwar global aufgestellte Konzerne enthält, die in Asien und USA gutes Geld verdienen, der Heimatmarkt Deutschland aber trotzdem wie ein Klotz am Bein wirkt.
- Tech, Software und Industrie-Schwergewichte: Besonders im Fokus stehen weiterhin europäische Tech- und Software-Player sowie große Industrie- und Maschinenbau-Konzerne. Positive Überraschungen bei Margen und Auftragseingängen werden aktuell vom Markt überproportional belohnt, während Enttäuschungen zu heftigen Abverkäufen führen. Der DAX ist damit stark von Einzeltiteln geprägt, die an Berichtstagen den gesamten Index in die eine oder andere Richtung ziehen können.
Dazu kommen die US-Märkte als Taktgeber: Stark laufende Tech-Giganten in den USA ziehen die globale Risiko-Bereitschaft hoch, was in Europa für eine Art Mitnahme-Effekt sorgt. Schwächephasen an der Wall Street hingegen führen fast reflexartig zu Gewinnmitnahmen im DAX – die Korrelation bleibt hoch.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/results?search_query=DAX+Analyse+aktuell
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Wenn man sich quer durch diese Feeds scrollt, sieht man: Die Stimmung ist gespalten. Ein Teil der Community feiert jede grüne Session als Startschuss für den "Angriff auf 20k" und spricht offen von einem Bullenmarkt, der erst am Anfang steht. Andere Creator mahnen zur Vorsicht und warnen vor einer klassischen Bärenfalle: zu viel Euphorie, zu wenig Fundament, zu viel Hoffnung auf die EZB. Gerade Gen-Z-Trader sind zwischen FOMO und Risk-Management hin- und hergerissen: Einerseits der Drang, jede Rallye mitzunehmen, andererseits die Angst, beim nächsten Crash wieder am Hoch eingestiegen zu sein.
- Wichtige Zonen: Aus charttechnischer Sicht kristallisieren sich mehrere markante Bereiche heraus. Unten verteidigen die Bullen eine breite Unterstützungszone, in der in der Vergangenheit immer wieder Käufe eingesetzt haben – ein klassischer Dip-Kauf-Bereich, in dem institutionelle Adressen gerne Positionen aufbauen. Ein Bruch dieser Region würde den Charakter des Marktes verschärfen und den Ton in Richtung ernsthafter Korrektur drehen. Oben wartet ein massiver Widerstandsbereich, der nicht nur technisch, sondern auch psychologisch Bedeutung hat – hier werden viele kurzfristige Trader Gewinne mitnehmen, und hier kann eine Fehlausbruch-Bewegung schnell zu einem brutalen Reversal führen.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt?
Das Sentiment ist momentan leicht bullisch, aber keineswegs euphorisch. Man spürt eine gewisse Grundskepsis: Viele Marktteilnehmer glauben nicht so richtig an eine nachhaltige Deutschland-Rallye, versuchen aber trotzdem, technisch saubere Setups mitzunehmen. Das spricht für einen Markt, der noch nicht überhitzt ist, aber jederzeit in einen Übertreibungsmodus kippen kann – in beide Richtungen. Bären setzen auf die strukturellen Probleme der deutschen Wirtschaft, die Gefahr einer globalen Abkühlung und auf die Möglichkeit, dass die EZB weniger aggressiv lockert als erhofft. Bullen argumentieren mit vollen Auftragsbüchern bei Exporteuren, globalen Wachstumstreibern außerhalb Europas und der Aussicht auf sinkende Zinsen als Rückenwind für Bewertungen.
Was bedeutet das fĂĽr dein Trading?
Für kurzfristige Trader ist das aktuelle Umfeld ein Spielfeld mit vielen Chancen – aber auch mit hohen Risiken. Volatile Tage liefern saubere Intraday-Moves, klare Reaktionen an Unterstützungs- und Widerstandszonen und reichlich Gelegenheiten für Breakout- oder Mean-Reversion-Setups. Entscheidend: strenges Risikomanagement, weil falsche Ausbrüche und schnelle Richtungswechsel in dieser Marktphase häufiger vorkommen.
Für Swing-Trader und mittelfristige Anleger stellt sich die Frage: Jetzt auf den Zug aufspringen oder auf den nächsten Rücksetzer warten? Wer an das Bullen-Narrativ glaubt (Zinswende, globale Nachfrage, starke DAX-Konzerne außerhalb Deutschlands), wird typische Konsolidierungen eher zum Aufstocken nutzen. Wer das Bären-Szenario im Kopf hat (strukturelle Schwäche Deutschlands, geopolitische Risiken, mögliche Enttäuschung durch die EZB), positioniert sich defensiver, setzt auf Absicherungen oder wartet klarere Signale ab.
Fazit: Der DAX 40 steht an einem neuralgischen Punkt, an dem sich Risiko und Chance fast die Waage halten. Die Makro-Story ist komplex: eine EZB, die zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsstabilisierung balanciert, ein Deutschland, das seinen Status als "Konjunkturlokomotive" eingebüßt hat, und globale Märkte, die stark von Tech und Liquidität getrieben werden. Gleichzeitig ist das technische Bild alles andere als langweilig: starke Trendbewegungen, klar erkennbare Zonen, ein Markt, der auf News und Daten impulsiv reagiert und Tradern reichlich Spielraum für Strategien gibt.
Ob wir vor einem echten Angriff auf neue Höhen stehen oder in eine schmerzhafte Bullenfalle laufen, hängt in den kommenden Wochen von drei Faktoren ab:
- den nächsten EZB-Signalen und der Glaubwürdigkeit des Zins-Pfads,
- den Quartalszahlen der DAX-Schwergewichte, insbesondere aus Auto, Industrie und Tech,
- der globalen Risikobereitschaft, angefĂĽhrt von der Wall Street.
Dein Edge entsteht nicht durch das Raten des nächsten Tagesmoves, sondern durch einen klaren Plan: Welche Zonen handelst du? Wo steigst du ein, wo konsequent aus? Wie viel Risiko gehst du pro Trade, und wie reagierst du, wenn der Markt dein Szenario nicht bestätigt? Wer das sauber durchzieht, kann diese Phase mit erhöhter Volatilität für sich nutzen – egal, ob der nächste große Move nach oben oder nach unten kommt.
Egal, ob du Bulle, Bär oder neutraler Opportunist bist: Der DAX ist aktuell kein Markt für Schlafwagen-Investoren, sondern für Trader mit Plan, Disziplin und Respekt vor dem Risiko.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest ĂĽberlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschlieĂźlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


