Angriff auf das Allzeithoch – oder fette Bullenfalle im DAX 40?
31.01.2026 - 09:55:23Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell extrem launisch: mal dominieren die Bullen mit einer kraftvollen, grünen Rallye, dann wieder schlagen die Bären mit einem plötzlichen, heftigen Absturz zurück. Wir sehen einen Markt, der klar im Bullenmodus bleibt, aber immer wieder von Gewinnmitnahmen durchgeschüttelt wird. Technisch bewegt sich der Index in der Nähe einer entscheidenden Chartzone, in der sich entscheidet, ob der Ausbruch nach oben gelingt oder eine saftige Korrektur startet. Auf dem Frankfurter Parkett ist die Stimmung zwischen FOMO und Crashangst hin- und hergerissen – klassischer Late-Stage-Bullenmarkt-Vibe.
Die Story: Was treibt diesen Nervenkitzel im Leitindex? Der zentrale Player bleibt die Europäische Zentralbank. Unter Christine Lagarde läuft ein heikler Balanceakt: Die Inflation in der Eurozone kühlt sich zwar spürbar ab, liegt aber noch immer nicht dauerhaft komfortabel im Zielkorridor. Gleichzeitig schwächelt die Konjunktur – besonders in Deutschland. Industrieaufträge wackeln, die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe ist gedrückt, und immer wieder geistern Begriffe wie "technische Rezession" oder "Stagnation" durch die Schlagzeilen.
Auf der News-Seite dominiert ein Mix aus Zinsfantasie und Realwirtschafts-Sorgen. Die Marktteilnehmer spekulieren auf mehrere Zinssenkungen im laufenden Jahr, weil der Preisdruck nachlässt und die Wirtschaft sichtbar stottert. Jede Andeutung aus dem EZB-Rat, ob die Zinswende früher oder später kommt, wird brutal in die Kurse eingepreist. Formuliert Lagarde nur einen Tick zu hawkish, drehen die Indizes nach unten. Klingt sie dovisher, ziehen die Bullen sofort wieder Richtung Hochs durch.
Besonders spannend: Die Schwergewichte im DAX erzählen sehr unterschiedliche Geschichten. Die Tech- und Software-Werte – Namen wie SAP, aber auch andere digitale Champions – profitieren stark vom globalen KI- und Cloud-Hype. Hier spielen die Anleger ganz klar Zukunftsfantasie, bewerten Cashflows von morgen höher als Probleme von heute und kaufen konsequent jeden Dip. Auf der anderen Seite stehen die zyklischen Old-Economy-Branchen: Auto, Chemie, Maschinenbau. Gerade die deutsche Autoindustrie kämpft mit Preisdruck aus China, dem Umstieg auf E-Mobilität und einer eher verhaltenen globalen Nachfrage. Schlechte Absatzprognosen oder schwache Marge – und sofort sehen wir einen spürbaren Rücksetzer im Index.
Dazu kommen die Dauerbrenner-Themen: Energiepreise, geopolitische Spannungen und die Frage, ob die deutsche Wirtschaft ihre Standortprobleme in den Griff bekommt. CNBC Europe berichtet immer wieder über skeptische internationale Investoren, die Deutschland eher als Underperformer in Europa sehen. Gleichzeitig fließt global aber weiterhin massiv Kapital in Aktien – getrieben von der Suche nach Rendite im Umfeld sinkender oder zumindest nicht weiter steigender Zinsen. Dieser Konflikt – strukturelle Deutschland-Sorgen vs. globaler Liquiditätsmodus – macht den DAX so nervös.
Die Fear-&-Greed-Story ist eindeutig: Viele institutionelle Player sind investiert, aber nicht überzeugt. Das sorgt für eine fragile Marktstruktur. Jeder negative Makro-Datenpunkt – etwa schwache Einkaufsmanagerindizes, enttäuschende Industrieproduktion oder ein überraschender Einbruch beim Ifo-Geschäftsklima – kann Kettenreaktionen auslösen. Dann setzen Stopp-Loss-Orders ein, Algo-Trading beschleunigt die Bewegung, und aus einem ruhigen Handelstag wird in Minuten ein kleiner Crash-Moment. Umgekehrt: Kommen von der EZB Signale, die Hoffnung auf eine weiche Landung nähren, springen die Bullen sofort wieder rein.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: DAX Analyse aktuell auf YouTube
TikTok: Markttrend: #dax40 auf TikTok
Insta: Stimmung: #dax40 auf Instagram
Auf Social Media sehen wir genau dieses Spannungsfeld: YouTube-Analysten sprechen von einem reifen Bullenmarkt, der jederzeit in eine scharfe Korrektur kippen kann, aber technisch noch nicht kaputt ist. Auf TikTok feiern viele Creator jeden grünen Tag als Beweis, dass man einfach jeden Dip kaufen müsse, während andere vor einer möglichen Bullenfalle warnen. Auf Instagram dominieren DAX-Charts mit markierten Widerstands- und Unterstützungszonen, die zeigen, wie eng der Markt aktuell geführt wird.
- Key Levels: Charttechnisch rücken mehrere wichtige Zonen in den Fokus – Bereiche, in denen der Index zuletzt mehrfach gedreht hat. Oberhalb dieser Marken spricht vieles für einen sauberen Ausbruch, darunter droht ein Zeitfenster erhöhter Crashgefahr. Trader beobachten insbesondere die Region um die jüngsten Verlaufshochs und die naheliegenden Unterstützungen, die im Falle eines Abverkaufs als Auffanglinie dienen könnten.
- Sentiment: In Frankfurt liefern sich Bullen und Bären ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Bullen verweisen auf die Aussicht auf sinkende Zinsen, robuste US-Börsen und den globalen KI-Boom, der große deutsche Tech- und Industriewerte stützt. Die Bären halten dagegen mit schwachen Makrodaten, politischer Unsicherheit und der Gefahr, dass die EZB zu lange zu restriktiv bleibt. Ergebnis: Ein Markt, in dem niemand wirklich entspannt ist und in dem schnelle Richtungswechsel jederzeit möglich sind.
Technische Szenarien fĂĽr Trader:
1. Bullen-Szenario – Ausbruch Richtung neues Hoch: Gelingt es dem DAX, sich stabil über der aktuell verteidigten Widerstandszone zu etablieren, wäre der Weg frei für einen Angriff auf die bisherige Bestmarke. In diesem Szenario spielen die Bullen das Narrativ: Zinssenkungen kommen, Gewinne der DAX-Konzerne halten sich besser als befürchtet, vor allem der Export läuft stabiler, weil sich die globale Konjunktur leicht aufhellt. Trader würden in Rücksetzer innerhalb dieses Aufwärtstrends hinein kaufen und Breakouts prozyklisch spielen.
2. Bären-Szenario – schmerzhafte Korrektur: Rutscht der Index unter die derzeit vielbeachteten Unterstützungszonen, droht ein heftiger Stimmungsumschwung. Viele kurzfristige Long-Positionen könnten dann abrupt geschlossen werden, Algo-Systeme verstärken den Verkaufsdruck, und der Markt könnte in eine schnelle, zweistufige Korrektur übergehen. Makro-Katalysatoren wären etwa eine deutlich schwächere Berichtssaison, erneute Energiepreisschocks oder eine überraschend harte Linie der EZB, falls die Inflation erneut anzieht.
3. Seitwärts-Schaukel – die Zermürbungsphase: Ein realistisches Alternativszenario ist eine breite Seitwärts-Range, in der der DAX immer wieder an Widerständen abprallt und an Unterstützungen aufgefangen wird. Das wäre das perfekte Umfeld für Swing-Trader, aber extrem nervig für alle, die auf den großen Trend warten. Typisch dafür: viele Fehlausbrüche, wilde Intraday-Moves und ein ständiger Wechsel der Tagesgewinner und -verlierer im Index.
Strategie-Mindset für Privatanleger: Wer den DAX bespielt, sollte sich aktuell von zwei Extremen fernhalten: blindem Dip-Kaufen ohne Risikomanagement und panischem Ausstieg bei jedem roten Tag. Entscheidend ist ein klares Setup. Dazu gehören: definierte Einstiegszonen, Stop-Loss-Marken, ein Plan für Teilgewinnmitnahmen und ein Bewusstsein dafür, dass Indizes in späten Bullenphasen gern noch einmal überraschend nach oben übertreiben, bevor eine größere Bereinigung kommt. Gleichzeitig bietet gerade ein wackliger Markt gute Chancen für selektives Stock-Picking innerhalb des Index – etwa Fokus auf strukturelle Gewinner wie Software, Automatisierung, Medizintechnik statt rein zyklischer Turnaround-Wetten.
Fazit: Der DAX 40 steht an einem neuralgischen Punkt: Die Kursstruktur riecht nach späten Bullen, aber der nächste größere Move ist noch nicht entschieden. Die EZB, allen voran Christine Lagarde, bleibt der Taktgeber – jeder Kommentar zum Zinsausblick kann zur Zündschnur für die nächste Rallye oder den nächsten Mini-Crash werden. Die Kombination aus nachlassender Inflation, angeschlagener Konjunktur und globalem KI- und Tech-Hype sorgt für maximale Verwirrung im Sentiment. Genau in diesem Spannungsfeld entstehen aber die besten Trading-Chancen.
Für kurzfristige Trader sind die aktuellen Schwankungen ein Eldorado – solange das Risiko sauber gemanagt wird. Für langfristige Investoren ist die zentrale Frage: Traue ich dem deutschen Markt trotz Strukturproblemen eine Erholung in einem Umfeld lockererer Geldpolitik zu, oder setze ich eher auf internationale Indizes? Klar ist: Der DAX bleibt der Gradmesser für das Vertrauen in den Standort Deutschland. Ob der nächste große Move ein glorreicher Ausbruch oder die brutale Bullenfalle wird, entscheidet sich an den jetzt verteidigten Zonen – und an der nächsten Botschaft aus Frankfurt und von der EZB.
Wer vorbereitet ist, kann aus dieser Unsicherheit Kapital schlagen. Wer ohne Plan unterwegs ist, wird vom Markt früher oder später aussortiert. Dein Edge entsteht nicht aus Prognosen, sondern aus Disziplin, Szenarioplanung und der Fähigkeit, auf neue Daten schnell und nüchtern zu reagieren.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest ĂĽberlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschlieĂźlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


