Anschlag, SĂŒdosten

Anschlag in Berliner SĂŒdosten: VerdĂ€chtige wehren sich gegen Razzia

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 08:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Vier mögliche Beteiligte an dem mutmaßlich linksextremen Brandanschlag auf die Stromversorgung eines Berliner Technologieparks im Herbst 2025 gehen gerichtlich gegen eine große Razzia im MĂ€rz vor.

Eine Entscheidung darĂŒber steht noch aus, wie ein Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur bestĂ€tigte. Zuvor berichtete die "Welt am Sonntag".

Die TatverdĂ€chtigen wehren sich auch explizit gegen die Auswertung von GerĂ€ten, die bei der Razzia beschlagnahmt wurden. Wenn ihr Widerspruch gegen die Sicherstellung von Beweismitteln erfolgreich sei, habe dies zur Folge, dass diese wieder ausgehĂ€ndigt werden mĂŒssten und gegebenenfalls nicht als Beweismittel verwendet werden könnten, erklĂ€rte der Sprecher.

50.000 Privathaushalte von Stromausfall betroffen

Bei der Razzia durchsuchten Polizisten im MĂ€rz 17 Wohnungen und andere RĂ€ume in Berlin, Hamburg, DĂŒsseldorf und Kyritz in Brandenburg. Den vier Beschuldigten im Alter von 28, 31, 35 und 36 Jahren wird verfassungsfeindliche Sabotage vorgeworfen. Nach dpa-Informationen handelt es sich um zwei MĂ€nner und zwei Frauen.

Am 9. September 2025 hatte ein nĂ€chtliches Feuer Starkstromkabel im SĂŒdosten Berlins weitgehend zerstört. In einem Bekennerschreiben im Internet war von einem Angriff auf den Technologiepark Adlershof und die dortigen Firmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- und Nanotechnologie, Raumfahrt sowie Sicherheits- und RĂŒstungsindustrie die Rede. Betroffen waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und rund 2.000 Gewerbebetriebe.

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