Antimony Resources Aktie: Melkon von West Point ins Board
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 09:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Antimony Resources baut Brücken zum US-Militär. Der kanadische Rohstoffkonzern beruft John M. Melkon als Berater in sein Board of Directors. Der Schritt soll den Zugang zu einem der größten Abnehmer für kritische Rohstoffe öffnen: das US-Verteidigungsministerium.
Melkon ist seit 2012 Direktor und Assistenzprofessor an der United States Military Academy in West Point. Dort leitet er das Critical Minerals Consortium, das er selbst mit aufgebaut hat. Diese Verbindung soll Antimony Resources helfen, mit dem Verteidigungsministerium ins Geschäft zu kommen.
Antimon als Rüstungsrohstoff
Der Fokus liegt auf dem Bald Hill Antimony Project in New Brunswick, Kanada. Antimony Resources beschreibt die Lagerstätte als hochgradiges Antimon-Vorkommen. Das Metall gilt als kritischer Rohstoff, weil es in Munition, panzerbrechenden Geschossen, Nachtsichtgeräten und flammhemmenden Materialien steckt.
Über Melkons Kontakte will das Unternehmen zwei Finanzierungswege prüfen: Mittel vom neu benannten US Department of War und Kredite der Export-Import Bank der Vereinigten Staaten. Beide Institutionen könnten das Bald-Hill-Projekt vorantreiben, sollte Washington tatsächlich Interesse an einer eigenen Antimon-Versorgung außerhalb Chinas zeigen.
Aktie unter Druck trotz Personalie
Die Ankündigung fällt in eine schwierige Marktphase für die Aktie. Der Kurs schloss am Montag bei 0,2640 Euro und liegt damit knapp 75 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro vom 17. März 2026. Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier fast 34 Prozent.
Der RSI von 30,3 signalisiert eine überverkaufte Situation. Die annualisierte Volatilität von gut 107 Prozent zeigt, wie nervös der Markt das Papier derzeit handelt. Auf Jahressicht bleibt die Aktie mit einem Plus von rund 124 Prozent dennoch deutlich im grünen Bereich – ein Hinweis darauf, wie stark die Kursschwankungen bei diesem Titel ausfallen.
Ob die neue Personalie tatsächlich zu konkreten Verträgen mit dem Pentagon führt, bleibt offen. Für ein Unternehmen dieser Größenordnung wäre ein Liefer- oder Finanzierungsabkommen mit US-Behörden ein Wendepunkt – vorausgesetzt, aus den Kontakten werden belastbare Vereinbarungen.
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