Antimony Resources Aktie: Warten auf die RessourcenschÀtzung
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Plus von 6,06 Prozent an einem einzigen Tag. Auf Monatssicht steht bei Antimony Resources ein Minus von fast 30 Prozent zu Buche. Die Aktie notiert bei 0,2800 Euro â 73,43 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 1,05 Euro aus dem MĂ€rz.
Die Ausgangslage: Bohrungen laufen, die Antwort fehlt noch
Drei BohrgerĂ€te arbeiten derzeit am Bald-Hill-Projekt des Unternehmens. Seit April 2025 kamen rund 25.000 Meter Bohrkerne zusammen. All diese Daten sollen in eine erste RessourcenschĂ€tzung mĂŒnden, die fĂŒr das vierte Quartal 2026 angekĂŒndigt ist.
Anfang Juli meldete das Unternehmen Analyseergebnisse aus vier weiteren Bohrlöchern in der sogenannten Main Zone. Antimongehalte von 13,14 Prozent bis zu 33,40 Prozent wurden gemessen. Eine NI-43-101-RessourcenschÀtzung existiert bislang nicht.
Die entscheidende Frage: BestÀtigt die SchÀtzung die Erwartungen?
Der weitere Kursverlauf hĂ€ngt an einer einzigen Frage. Kann die kĂŒnftige RessourcenschĂ€tzung von SRK Consultants die GröĂenordnung bestĂ€tigen, die der Markt beim Anstieg auf 1,05 Euro eingepreist hatte? Oder fĂ€llt sie kleiner aus?
Das Unternehmen selbst dĂ€mpft die Erwartungen in seinen eigenen Mitteilungen. Antimony Resources habe noch nicht genug Arbeit geleistet, um konzeptionelle SchĂ€tzungen zu bestĂ€tigen, heiĂt es dort. Menge und Gehalt blieben vorerst konzeptioneller Natur, weil die bisherige Exploration nicht ausreiche, um eine echte Mineralressource zu definieren.
Das bullische Szenario: Wachsende Zone, enger Markt
Die neu entdeckte Central Zone verbindet sich nahtlos mit der Main Zone. Damit erstreckt sich die bestĂ€tigte Mineralisierung inzwischen ĂŒber mehr als einen Kilometer StreichlĂ€nge â und bleibt in alle Richtungen sowie in der Tiefe offen.
Auch die South Zone liefert Daten. Grabungsproben ergaben im Schnitt 19,5 Prozent Antimongehalt ĂŒber 38 Proben, einzelne Werte kletterten bis auf 44,2 Prozent.
Antimon zĂ€hlt zu den kritischen Mineralien der US-Behörde USGS. Chinesische ExportbeschrĂ€nkungen, steigende Verteidigungsausgaben und knappe RaffineriekapazitĂ€ten auĂerhalb Chinas sind Faktoren. Ein nordamerikanisches, genehmigtes und risikoarmes Vorkommen könnte in diesem Umfeld einen strategischen Aufschlag rechtfertigen â sofern westliche Regierungen weiter auf UnabhĂ€ngigkeit von chinesischen Lieferketten setzen.
Das bĂ€rische Szenario: Preisverfall und AusfĂŒhrungsrisiko
Der chinesische Antimonpreis fĂŒr 99,65-prozentiges Material lag am 2. Juli 2026 bei 15.939,71 US-Dollar pro Tonne â ein RĂŒckgang von rund 18,5 Prozent allein gegenĂŒber dem Vormonat. Der europĂ€ische Preis fĂŒr vergleichbares Material fiel im selben Zeitraum von 26.500 auf 23.000 US-Dollar pro Tonne.
Die Antimonpreise liegen 36 Prozent unter ihrem Hoch vom Juni 2025, als sie das 6,65-Fache des Durchschnitts von 2020 erreichten. Damals trieben Solarnachfrage und chinesische Exportkontrollen die Rallye an.
Die Aktie notiert 33,79 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt und 40,43 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI liegt bei 34,2. Eine annualisierte VolatilitÀt von 107,39 Prozent zeigt, wie stark die Stimmung allein durch einzelne Analyseergebnisse kippen kann.
Bis zur RessourcenschĂ€tzung im vierten Quartal bleibt eine lange Phase ohne bestĂ€tigenden Katalysator. Die Genehmigungsverfahren stehen zudem erst am Anfang â technische und Umweltstudien laufen gerade erst an.
Der Ausblick: Geduldsprobe bis zum vierten Quartal
Solange die Bohrungen weiter hochgradiges Stibnit in einer wachsenden Zone liefern, dĂŒrfte das spekulative Interesse bestehen bleiben. Setzt sich der Preisverfall jedoch fort und fĂ€llt die RessourcenschĂ€tzung im vierten Quartal 2026 kleiner aus, droht der Aktie eine SeitwĂ€rtsphase oder ein RĂŒcksetzer in Richtung des 52-Wochen-Tiefs von 0,1150 Euro.
Die nÀchsten konkreten Wegmarken sind weitere Analyseergebnisse aus dem laufenden 18.000-Meter-Bohrprogramm. Den eigentlichen HÀrtetest liefert aber erst die RessourcenschÀtzung selbst im vierten Quartal 2026.
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