Apple, Millionen

Apple warnt: Millionen iPhones durch aktive Angriffe gefährdet

24.01.2026 - 19:10:12

Trotz verfügbarer Patches schützen sich nur wenige iPhone-Nutzer gegen aktiv genutzte Zero-Day-Lücken in WebKit, was ein massives Sicherheitsrisiko darstellt.

Eine Welle neuer Warnungen von Sicherheitsexperten sorgt für Unruhe unter iPhone-Nutzern. Obwohl Apple bereits im Dezember ein kritisches Sicherheitsupdate bereitgestellt hat, sind Millionen von Geräten weiterhin ungeschützt. Der Grund ist eine alarmierend niedrige Update-Rate.

Nutzer setzen sich damit einer akuten Gefahr durch aktiv ausgenutzte Schwachstellen in der WebKit-Engine aus. Diese Lücken ermöglichen es Angreifern, durch manipulierte Webseiten die Kontrolle über iPhones zu erlangen.

Aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken in WebKit

Im Zentrum der Warnungen stehen zwei kritische Zero-Day-Schwachstellen in Apples WebKit. Diese Browser-Engine treibt Safari und viele andere Apps auf dem iPhone an. Apple schloss die Lücken bereits im Dezember mit der Veröffentlichung von iOS 26.2.

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Das Problem: Neue Analysen zeigen, dass die Akzeptanz dieses Updates besorgniserregend niedrig ist. Schätzungen zufolge liefen kürzlich nur etwa 16,3 Prozent der iPhones mit iOS 26. Die spezifische, sichere Version 26.2 war sogar nur auf rund 4,6 Prozent der Geräte installiert.

Diese Verzögerung lässt Hunderte von Millionen Geräten anfällig für aktive Angriffe. Angreifer können bereits durch den Besuch einer präparierten Webseite Schadcode ausführen.

So schützen Sie Ihr iPhone sofort

Die dringlichste Maßnahme ist die sofortige Aktualisierung des Betriebssystems. Apple hat die notwendigen Patches bereits vor Wochen verteilt.

  • Für neuere Geräte ab dem iPhone 11 ist das Update auf iOS 26.2 erforderlich.
  • Ältere Modelle wie das iPhone XS und XR erhalten ein entsprechendes Sicherheitsupdate unter der Version iOS 18.7.3.

Nutzer können in den Einstellungen unter „Allgemein“ > „Softwareupdate“ prüfen, ob ein Update bereitsteht. Sicherheitsexperten raten zudem, die Funktion für automatische Updates zu aktivieren.

Safety Check: Das Werkzeug für den Notfall

Während das Update die Tür für Angreifer verschließt, dient die Funktion „Safety Check“ (Sicherheitsprüfung) als wichtiges Werkzeug zur Überprüfung der Kontrolle. Sie ist unter „Einstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ zu finden.

Die Funktion bietet zwei zentrale Modi:
* „Notfall-Reset“: Widerruft sofort alle Freigaben für Personen und Apps und überprüft die Apple-ID-Sicherheit.
* „Freigabe und Zugriff verwalten“: Bietet detaillierte Kontrolle darüber, welche Apps Zugriff auf Standort, Kontakte, Kamera oder Mikrofon haben.

In einer Zeit ausgefeilter Spyware-Angriffe hat sich der Safety Check von einem Nischen-Tool zu einem zentralen Instrument entwickelt.

Wettlauf gegen die Zeit: Update-Rate bleibt Problem

Die Warnungen verdeutlichen ein grundlegendes Dilemma: Hersteller können schnell reagieren, der Schutz ist jedoch nur wirksam, wenn Nutzer die Updates auch installieren.

Die Professionalisierung von Angreifern führt dazu, dass Zero-Day-Lücken immer häufiger auftreten. Was oft als gezielter Angriff beginnt, weitet sich erfahrungsgemäß schnell aus. Die geringe Update-Rate stellt somit ein erhebliches Risiko für die Allgemeinheit dar.

Der Druck auf Apple wächst, zukünftige Sicherheitsupdates möglicherweise noch aggressiver zu verteilen. Für Nutzer bleibt die wichtigste Lehre: Updates sind kein lästiger Pflichttermin, sondern ein essenzieller Schutzschild.

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