Weltbank: Jobrisiko durch KI in einkommensstarken LÀndern höher
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 15:07 Uhr | dpa.deDas Risiko einer Automatisierung ihrer Arbeit sei mehr als drei Mal so hoch wie in LÀndern mit geringem und mittlerem Einkommen, wie aus einem Bericht des Instituts hervorgeht. 14,2 Prozent der ArbeitsplÀtze in reicheren LÀndern seien durch KI-Einsatz gefÀhrdet. In LÀndern mit geringem und mittlerem Einkommen seien dagegen nur 4,5 Prozent der Jobs bedroht.
Zugleich betonte die Weltbank mit Sitz in Washington, dass die ProduktivitĂ€t bei 16,2 Prozent der Jobs in EntwicklungslĂ€ndern durch KI-Nutzung gesteigert werden könne. Damit liege der Wert nahe an jenem, der fĂŒr LĂ€nder mit hohem Einkommen prognostiziert wird (18,7 Prozent). "Sie benötigen keine groĂen Modelle oder Big-Data-Zentren, um von KI zu profitieren", erlĂ€uterte Weltbank-Chefvolkswirt Indermit Gill mit Blick auf die einkommensschwĂ€cheren LĂ€nder. Bereits kleine und kostengĂŒnstige KI-Werkzeuge könnten Millionen von Menschen eine bessere medizinische Versorgung, Bildung und Landwirtschaft ermöglichen.
Die Autoren des Berichts betonten allerdings, dass dafĂŒr ausreichende Bedingungen geschaffen werden mĂŒssten. So mĂŒssten die Regierungen in den einkommensschwĂ€cheren LĂ€ndern dafĂŒr sorgen, dass InternetzugĂ€nge möglich sind und die Energieversorgung gesichert ist. Ohne gezielte MaĂnahmen könnte KI die Kluft zwischen den LĂ€ndern vergröĂern, die Ungleichheit innerhalb von LĂ€ndern verschĂ€rfen und die Marktmacht konzentrieren, hieĂ es.
Die Weltbank zĂ€hlt zu den LĂ€ndern mit hohem Einkommen unter anderem Deutschland und viele andere europĂ€ische LĂ€nder, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate, Japan und SĂŒdkorea. Als LĂ€nder mit mittlerem Einkommen kategorisiert sie etwa Brasilien, China, Mexiko, Ăgypten, Indien, Thailand und Vietnam. Ein geringes Einkommen erzielten demnach Arbeitnehmer etwa in Afghanistan, Ăthiopien, Syrien und Uganda.
