Arbeitszeitgesetz: Regierung plant Abschaffung des Acht-Stunden-Tags
28.01.2026 - 20:01:12Die Bundesregierung will den starren Acht-Stunden-Tag kippen. Stattdessen soll eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden gelten. Das Vorhaben verspricht mehr Flexibilität, stößt aber auf heftigen Widerstand der Gewerkschaften.
Kern der Pläne ist eine grundlegende Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes. Bisher ist eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden die Regel, die nur in Ausnahmen auf zehn Stunden ausgeweitet werden darf. Künftig soll der wöchentliche Rahmen von 48 Stunden im Vordergrund stehen.
Mehr Freiheit oder mehr Druck?
Für Beschäftigte könnte das neue Modelle wie die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohn erleichtern. Sie könnten an einigen Tagen länger arbeiten und sich dafür an anderen Tagen freinehmen. Branchen mit schwankendem Aufkommen – wie Gastronomie oder Tourismus – erhoffen sich davon mehr Agilität.
Wirtschaftsverbände begrüßen den Vorstoß. Sie sehen in der Flexibilisierung einen notwendigen Schritt, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen und den Standort Deutschland attraktiver zu machen.
Arbeitszeiterfassung ab 2025 wird für Arbeitgeber verpflichtend — drohen Bußgelder, wenn die Dokumentation fehlt. Unser kostenloses E‑Book erklärt in klaren Schritten, wie Sie die Pflicht gesetzeskonform umsetzen, inklusive fertiger Mustervorlagen für Stundenzettel, Regeln zu Pausen und Ruhezeiten. Ideal für Personaler, Führungskräfte und Betriebsräte, die jetzt handeln müssen. Der Leitfaden enthält praxisnahe Checklisten, sofort einsetzbare Vorlagen und Umsetzungs‑Tipps, die Sie direkt im Betrieb anwenden können. Arbeitszeiterfassung jetzt rechtssicher umsetzen
Gewerkschaften schlagen Alarm
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und andere Arbeitnehmervertretungen laufen Sturm. Sie warnen vor gesundheitlichen Risiken und einer Aushöhlung des Arbeitsschutzes.
Ihre zentrale Befürchtung: Der Druck auf Beschäftigte, regelmäßig über die alten Grenzen hinaus zu arbeiten, würde steigen. Das könne zu mehr Stress, Burnout und einer systematischen Ausweitung der Arbeitszeit führen. Der historisch erkämpfte Acht-Stunden-Tag sei eine essentielle Schutznorm.
Zeiterfassung als zentrale Kontrolle
Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs verpflichtet Arbeitgeber bereits zur lückenlosen Erfassung aller Arbeitszeiten. Diese Pflicht wird nun zum zentralen Streitpunkt.
Kritiker der Flexibilisierung betonen: Nur eine manipulationssichere Zeiterfassung kann Missbrauch verhindern und sicherstellen, dass wöchentliche Obergrenzen auch eingehalten werden. Sie sehen darin die unabdingbare Voraussetzung für jede Lockerung.
Brennpunkt moderner Arbeitswelt
Die Debatte spiegelt einen grundlegenden Konflikt wider. Unternehmen klagen über Fachkräftemangel und fordern mehr Arbeitsvolumen. Gleichzeitig wächst bei Beschäftigten, besonders der jüngeren Generation, der Wunsch nach Zeitsouveränität und einer besseren Work-Life-Balance.
Die Regierung will noch in diesem Jahr einen Gesetzesbeschluss herbeiführen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob ein Kompromiss zwischen mehr Flexibilität und dem Erhalt bewährter Schutzstandards gelingt. Die Entscheidung wird die Arbeitskultur in Deutschland nachhaltig prägen.
PS: Während die Debatte um flexiblere Arbeitszeiten tobt, bleibt eins klar: Nur eine manipulationssichere Zeiterfassung schützt Beschäftigte und Arbeitgeber. Unser Gratis‑E‑Book liefert Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Checklisten für die praktische Umsetzung und editierbare Vorlagen, damit Sie in kurzer Zeit die Kontrolle zurückgewinnen. Der Report berücksichtigt aktuelle Rechtsprechung und zeigt, wie Missbrauch verhindert wird. Perfekt für Betriebsräte, Personalverantwortliche und Geschäftsführer, die eine rechtssichere Lösung suchen. Jetzt Gratis‑E‑Book zur Arbeitszeiterfassung sichern


