Ares Capital Aktie: BNP-Linie auf 1,465 Milliarden aufgestockt
24.06.2026 - 10:30:02 | boerse-global.de
Die Zeiten auf dem Kreditmarkt sind ungewöhnlich. Während die US-Notenbank die Zinsen hochhält, sichert sich Ares Capital frisches Geld. Der Direktkreditspezialist hat seine Kreditfazilität bei der BNP Paribas um 200 Millionen Dollar aufgestockt.
Die Vereinbarung vom 18. Juni hebt das Gesamtvolumen von 1,265 auf 1,465 Milliarden Dollar. Neben der höheren Summe haben die Parteien auch einige Konzentrationsgrenzen und Vorschussraten für bestimmte Sicherheitenkredite angepasst. Die übrigen Konditionen blieben gleich.
Der Schritt ist kein Einzelfall. Erst Anfang Juni hatte Ares Capital ein Commercial-Paper-Programm über eine Milliarde Dollar aufgelegt. Damit kann der Konzern kurzfristige, unbesicherte Schuldpapiere begeben. Als Liquiditätspuffer dient eine revolvierende Kreditlinie von 5,5 Milliarden Dollar.
An der Börse kommt die Nachricht verhalten an. Die Aktie notiert bei 15,61 Euro und gibt damit 0,74 Prozent nach. Auf Jahressicht liegt der Kurs fast 16 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 20,05 Euro trennen den Titel über 22 Prozent.
Wachstum auf Pump?
Ares Capital vergibt Direktkredite an mittelständische US-Unternehmen. Das Portfolio umfasst 402 Firmen mit einem Marktwert von 19,5 Milliarden Dollar. Schwerpunkt sind vorrangig besicherte Kredite, aber auch nachrangige Schuldtitel und Beteiligungen gehören dazu.
Die Strategie: Mit dem aufgestockten Kreditrahmen will der Konzern neue Investments finanzieren. Gleichzeitig senkt er seine Kapitalkosten durch das Commercial-Paper-Programm. Kurz gesagt: Ares Capital tauscht teures gegen günstigeres Geld – zumindest in der Theorie.
Ob die Rechnung aufgeht, hängt davon ab, wie schnell der Konzern das frische Kapital zu attraktiven Konditionen verleihen kann. In einem Markt, in dem die Nachfrage nach Fremdkapital weiter steigt, dürfte das kaum das Problem sein. Die Frage ist eher, zu welchem Preis.
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