Arm Aktie: 20 Milliarden Dollar Bestellungen
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 17:20 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Arm Holdings steht vor einem logistischen Luxusproblem. Während die Nachfrage nach den neuen Prozessoren für künstliche Intelligenz alle Erwartungen sprengt, bremst der Mangel an Produktionskapazitäten das Tempo. Am Mittwoch bestätigte der britische Chip-Designer den Termin für die kommenden Quartalszahlen.
Die Aktie notiert aktuell bei 266,50 Euro. Das entspricht einem Plus von 1,33 Prozent im Vergleich zum Vortag. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs bereits um rund 172 Prozent.
Produktion am Limit
Trotz des deutlichen Rücksetzers vom Juni-Hoch bei 393,50 Euro bleibt das operative Momentum hoch. Innerhalb von nur sechs Wochen gingen Bestellungen über 20 Milliarden US-Dollar für die neue AGI-CPU ein. Kapazitätsengpässe begrenzen die Auslieferungen kurzfristig jedoch auf etwa eine Milliarde US-Dollar.
Besonders die knappe Verfügbarkeit von modernen Wafern und speziellen Speicherbausteinen verhindert eine schnellere Abwicklung. Arm rechnet damit, dass erste Umsätze aus der Fertigung dieser Chips im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres fließen. Das Management hält vorerst an seiner vorsichtigen Prognose von einer Milliarde US-Dollar für diesen Bereich fest.
Strategischer Kurswechsel
Das Unternehmen befindet sich mitten in einer Transformation. Arm wandelt sich vom reinen Lizenzgeber für Chip-Designs zum direkten Produzenten von Silizium-Produkten. Große Technologiekonzerne wie Meta und OpenAI integrieren die neue Architektur bereits in ihre Rechenzentren.
Dieser Wende liegt ein ambitionierter Plan zugrunde. Bis zum Geschäftsjahr 2031 soll die neue Chip-Sparte 15 Milliarden US-Dollar zum angestrebten Jahresumsatz von 25 Milliarden US-Dollar beisteuern. Das Fundament dafür ist solide: Das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 schloss Arm mit einem Rekordumsatz von 4,92 Milliarden US-Dollar ab.
Am 29. Juli 2026 veröffentlicht Arm nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal. Ein anschließender Webcast soll weitere Details zur Bewältigung der Lieferengpässe und zum Ausblick auf das Gesamtjahr liefern. Anleger achten dann besonders darauf, wie schnell der Konzern die immense Nachfrage in tatsächliche Umsätze ummünzen kann.
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