ASML: 61 Prozent Plus seit Jahresbeginn
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 18:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Lieferketten entspannen sich. Parallel dazu treibt der KI-Boom die Nachfrage nach Hochleistungs-Chips an. Davon profitiert der Anlagenbauer ASML massiv. Das niederländische Unternehmen hebt seine Prognosen für die Auslieferung neuer Lithografiesysteme deutlich an. Am Markt kommt das gut an. Die Aktie klettert am Donnerstag um 2,64 Prozent auf 1.593 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Plus von über 61 Prozent.
Milliarden für neue Anlagen
Die Niederländer schrauben ihre Ziele hoch. ASML rechnet im laufenden Jahr mit 66 ausgelieferten Einheiten. Bis 2028 soll diese Zahl auf 109 Systeme klettern.
Besonders Speicherchip-Hersteller rüsten massiv auf. SK Hynix plant Investitionen von rund 11,9 Billionen Won in neue Scanner. Die Südkoreaner erwarten die Lieferungen bis Dezember 2027. Auch Samsung und Micron bestellen im großen Stil. Sie brauchen die Anlagen dringend für ihre KI-Rechenzentren.
Monopol bei High-NA-Systemen
ASML beherrscht den Weltmarkt für diese Technologie. Als einziger Anbieter baut das Unternehmen Maschinen für extreme UV-Lithografie. Chip-Hersteller drucken damit feinste Schaltkreise auf Silizium-Wafer. Die Folge: ein faktisches Monopol.
Jetzt beginnt die Ära der High-NA-EUV-Systeme. Jede dieser Maschinen kostet rund 380 Millionen US-Dollar. Produzenten benötigen die Technologie zwingend für künftige Chip-Generationen im winzigen Ein-Nanometer-Bereich.
Die wichtigsten Kunden rüsten bereits um. Intel hat die Abnahmetests für sein erstes High-NA-System erfolgreich beendet. Zeitgleich erhält Samsung die ersten Lieferungen für seine kommenden Zwei-Nanometer-Fertigungslinien.
Geopolitische Spannungen und Exportkontrollen begleiten das Geschäft zwar weiterhin. Dennoch füllen weltweite Fabrikneubauten die Auftragsbücher der Niederländer verlässlich. Neue Details zur Geschäftsentwicklung liefert das Management in Kürze. Am 15. Juli 2026 präsentiert ASML die Zahlen für das zweite Quartal. Der Markt fokussiert sich dann auf den Auftragseingang und mögliche Anpassungen der Jahresziele.
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