Atlassian und Microsoft starten KI-Ära im Projektmanagement
25.01.2026 - 09:54:12Die Art und Weise, wie Teams Aufgaben verwalten, ändert sich diese Woche grundlegend. Zwei große Tech-Updates markieren den Übergang von manuellen Kanban-Boards zu aktiven, KI-gesteuerten Systemen. Die experimentelle Phase ist vorbei – die Ära der agentenbasierten Produktivität beginnt.
Atlassian beendet KI-Beta: Rovo wird Standard
Für Atlassian-Nutzer ist morgen, der 26. Januar, ein entscheidender Tag. Das offizielle Ende des „Rovo Dev Beta“-Programms bedeutet: KI-Funktionen in Jira und Trello gelten nun als stabil und geschäftskritisch. Wer sie weiter nutzen will, muss auf den kostenpflichtigen Standard-Plan wechseln.
Zu den Kernfunktionen, die damit den Mainstream erreichen, gehören:
* Autonome Code-Reviews: Ein KI-Agent analysiert Code-Änderungen direkt in den Kanban-Karten, noch bevor ein menschlicher Entwickler sie prüft.
* Intelligente Kontext-Suche: Rovo wird zur Standardsuche in Jira und findet Aufgaben basierend auf Unternehmenswissen, nicht nur Stichworten.
Produktivität verändert sich – und viele Teams merken erst spät, dass mehr Arbeit nicht automatisch mehr Zeit bedeutet. Wenn Sie herausfinden wollen, wie sich bessere Energieplanung, Pausenrhythmen und klare Prioritäten konkret auf Output und Zufriedenheit auswirken, hilft ein kompakter Guide mit sofort umsetzbaren Übungen. Der Gratis-Report liefert praktische Sofortmaßnahmen zur besseren Work‑Life‑Balance und einfache Routinen, die den Tag strukturieren. Jetzt Work‑Life‑Balance‑Guide sichern
Das Board zeigt also nicht mehr nur den Status „In Review“ an – die KI startet den Prozess aktiv mit.
Microsoft Planner: Der große Umbau läuft
Parallel dazu rollt Microsoft eines der größten Updates für seine Aufgaben-Tools aus. Bis Mitte Februar vereinheitlicht der neue Planner Funktionen aus Project, To Do und dem alten Planner. Die visuelle Steuerung von Projekten wird dadurch radikal verändert.
Die wichtigsten Neuerungen:
1. Der „Project Manager Agent“: Ein Copilot-Assistent in jedem Plan, der komplexe Ziele automatisch in ausführbare Kanban-Karten zerlegt und Abhängigkeiten erkennt.
2. Task Chats ersetzen Kommentare: Statt statischer Notizen ermöglichen vollwertige Chats Echtzeit-Diskussionen direkt auf der Aufgabenkarte.
3. Funktionen werden gestrichen: Zur Straffung der Plattform fallen etwa der iCalendar-Feed und bestimmte Whiteboard-Integrationen weg.
Microsofts Ziel ist klar: Das Fragmentieren von Aufgaben über verschiedene Tools beenden. Das Kanban-Board wird zur zentralen Schaltstelle für E-Mails, Chats und Dokumente.
Vom Zeit- zum Energiemanagement
Abseits der großen Unternehmenssoftware zeichnet sich 2026 ein neuer Trend in der persönlichen Produktivität ab: der Wechsel vom Time Management zum Energy Management.
Apps wie Any.do oder Notion experimentieren mit Ansichten, die Aufgaben nach kognitiver Last oder biologischer Hochphase sortieren – nicht mehr nur nach Deadlines.
* Dynamische Limits: Statt starrer „Work in Progress“-Grenzen (z.B. max. 3 Aufgaben) testen Tools variable Limits, die sich an der Komplexität der Jobs orientieren.
* Digitale Entgiftung: Als Gegenbewegung zu immer komplexeren Tools wächst die Beliebtheit von minimalistischen Apps und E-Ink-Tablets, die das Kanban-Board auf das Wesentliche reduzieren.
Die Ära der „Agentic AI“ ist da
Die Updates dieser Woche machen es offiziell: 2026 wird das Jahr der agentischen KI im Projektmanagement. Der Unterschied zu den Vorjahren ist gewaltig. 2024 und 2025 waren KI-Tools oft nur Chatbots an der Seite des Nutzers. 2026 agieren sie als autonome Agenten innerhalb des Systems.
Unternehmen setzen zunehmend auf Multi-Agenten-Systeme. Ein Agent priorisiert den Backlog, ein anderer fordert automatisch fehlende Ticket-Informationen an. Das Kanban-Board dient dann als Dashboard zur Überwachung dieser digitalen Mitarbeiter.
Doch ein Risiko bleibt: die „Black Box“. Wenn Algorithmen entscheiden, was zuerst erledigt wird, müssen die Entscheidungskriterien für Teams transparent bleiben.
Was kommt als Nächstes?
Mit dem Abschluss der großen Rollouts im Februar verlagert sich der Fokus im Frühjahr 2026 auf Integration und Vorhersage.
* Saisonale Updates: Jira will 2026 auf einen saisonalen Release-Zyklus umstellen. Das gibt Administratoren mehr Planungssicherheit.
* Predictive Kanban: Der nächste Schritt sind Boards, die Engpässe vorhersagen. Statt nur Stau anzuzeigen, warnen sie: „Spalte C läuft in drei Tagen über.“
Für Anwender heißt das: Die Boards brauchen weniger manuelle Pflege, verlangen aber mehr Kompetenz im Steuern automatisierter Prozesse. Das Kanban-Board von 2026 ist kein statisches Whiteboard mehr – es ist das dynamische Dashboard für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.
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