Attexis-App lindert ADHS-Symptome bei Erwachsenen
23.03.2026 - 04:01:05 | boerse-global.deEine digitale Gesundheitsanwendung hilft Erwachsenen mit ADHS. Das belegt eine aktuelle Studie im Fachjournal "Psychological Medicine". Die App namens Attexis reduziert Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung wirksam – und das in einem Maße, das mit einer Verhaltenstherapie vergleichbar ist.
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Seit August 2025 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für die therapeutische Nutzung von Attexis. Die App bietet visuelle Pläne, Checklisten und Routinen, um Betroffene im Alltag zu unterstützen. Sie soll Wartezeiten auf einen Therapieplatz überbrücken und die Kontinuität der Behandlung fördern.
Digitale Hilfe für alle Altersgruppen
Besonders überraschend: Auch ältere Patienten zwischen 50 und 65 Jahren nutzen die digitale Intervention. Laut der Studie greifen sie sogar häufiger und länger zur App als jüngere Altersgruppen. Attexis stellt sich damit als niederschwellige Ergänzung zum klassischen Therapiemanagement heraus.
Dieser digitale Fortschritt kommt zu einer Zeit, in der die Diagnosen explodieren. In Europa steigen die Verschreibungen von ADHS-Medikamenten seit 2010 stark an. Bei den 18- bis 24-Jährigen gab es einen Anstieg von sagenhaften 702 Prozent. In Deutschland haben sich die Erstdiagnosen bei Erwachsenen seit 2015 verdreifacht.
ADHS ist nicht gleich ADHS
Was steckt hinter diesem rasanten Anstieg? Experten führen ihn auf ein gestiegenes Bewusstsein zurück – besonders für ADHS im Erwachsenenalter und bei Frauen. Lange wurde die Störung vor allem mit hyperaktiven Jungen in Verbindung gebracht. Heute weiß man: ADHS zeigt sich vielfältig.
Eine weitere Studie vom März 2026 belegt neurobiologische Unterschiede zwischen den drei klinischen Formen: dem unaufmerksamen, dem hyperaktiv-impulsiven und dem kombinierten Typ. "ADHS reicht von stillen Tagträumern bis zu stark impulsiven Menschen", erläutert ein Psychotherapeut. Auch bei Emotionsregulation und Reizempfindlichkeit gebe es große Unterschiede.
Wie Betroffene den Alltag meistern
Der erfolgreiche Umgang mit ADHS basiert auf einem Mix aus Strategien. Neben digitalen Tools wie Attexis helfen bewährte Methoden: Routinen etablieren, große Aufgaben in kleine Schritte zerlegen und visuelle Erinnerungshilfen nutzen. Auch Techniken wie die Pomodoro-Methode mit kurzen Arbeits- und Pausenphasen fördern die Konzentration.
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Eine besondere Herausforderung ist für viele die Zeitwahrnehmung, die sogenannte "Zeitblindheit". Hier setzen ADHS-Coaches an und entwickeln individuelle Organisationssysteme. Der gezielte Einsatz von Timern oder Apps mit visueller Zeitdarstellung kann Prokrastination entgegenwirken.
Wohin entwickelt sich die Behandlung?
Die Versorgungslandschaft befindet sich im Wandel. Digitale Gesundheitsanwendungen schließen Lücken, wo Therapieplätze fehlen. Die überarbeitete S3-Leitlinie für ADHS, die voraussichtlich im September 2026 kommt, wird diese neuen Erkenntnisse berücksichtigen.
Der Trend geht zu personalisierten, hybriden Modellen. Sie kombinieren Medikamente, Psychotherapie und digitale Lösungen. Zukünftig könnten nicht-stimulierende Medikamente und Forschung zur Darm-Hirn-Achse neue Wege eröffnen. Das Ziel bleibt: Betroffene sollen ihre Stärken erkennen und ein selbstbestimmtes Leben führen.
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