Weiter viele EinschrĂ€nkungen durch Warnstreik im ĂPNV in Hessen
Veröffentlicht am: 14.03.2024 um 06:55 Uhr | dpa.deIn Frankfurt betrifft der Warnstreik seit Beginn am Mittwoch U-Bahnen und StraĂenbahnen. Die Busse fahren aber. In Wiesbaden herrscht dagegen weitgehend Stillstand im Busverkehr, nur einzelne Linien von Partnerunternehmen dĂŒrften fahren, wie das Busunternehmen ESWE Verkehr mitteilte. In GieĂen sollen laut AnkĂŒndigung der örtlichen Stadtwerke die Busse wĂ€hrend des Ausstands nach Samstagsfahrplan unterwegs sein.
In Kassel seien wĂ€hrend des gesamten Warnstreiks gravierende EinschrĂ€nkungen bei Bussen und Bahnen zu erwarten, sagte eine Sprecherin der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG). Lediglich die Regionalbusse, die von der NVV betrieben werden, fahren planmĂ€Ăig. Allerdings könnten diese allein nicht den vollstĂ€ndigen Ausfall auffangen. Die AnkĂŒndigung sei zu kurzfristig gewesen, um sich darauf richtig einstellen zu können, sagte die Sprecherin.
Die Gewerkschaft Verdi hatte am Dienstag zu einem dreitĂ€gigen Ausstand aufgerufen. Der Warnstreik begann mit der FrĂŒhschicht am Mittwoch und soll bis zum Ende der SpĂ€tschicht in der Nacht von Freitag auf Samstag dauern. Laut einer Pressesprecherin von Verdi Hessen sei die Streikdauer von drei Tagen auf die verhĂ€rteten Fronten in den Verhandlungen zurĂŒckzufĂŒhren. Die kurzfristige AnkĂŒndigung sei aber keine bewusste Entscheidung gewesen, sondern habe an "organisatorischen GrĂŒnden" gelegen.
In Hessen geht es in den Tarifverhandlungen den Angaben zufolge hauptsĂ€chlich um bessere Arbeitsbedingungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten, beispielsweise durch eine VerkĂŒrzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden, mehr Urlaubstage sowie zusĂ€tzliche Entlastungstage fĂŒr Schicht- und Nachtarbeit. Verdi verhandelt derzeit in mehreren BundeslĂ€ndern ĂŒber neue ManteltarifvertrĂ€ge fĂŒr die kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Zuletzt hatte es am 1. und 2. MĂ€rz einen zweitĂ€gigen Warnstreik im kommunalen ĂPNV in Hessen gegeben.
