Produktion/Absatz, Deutschland

Innerdeutsche FlĂŒge halbiert - Ryanair startet regional

09.01.2025 - 12:47:44

Auch in der ersten HĂ€lfte des neuen Jahres 2025 wird es in Deutschland weniger PassagierflĂŒge geben als vor der Corona-Pandemie.

Vor allem die innerdeutschen Verbindungen werden dauerhaft nicht wieder aufgenommen, wie aus der Flugplan-Auswertung des Branchenverbands BDL hervorgeht.

Insgesamt betrĂ€gt das Sitzplatzangebot von Januar bis einschließlich Juni 86 Prozent des Vorkrisen-Niveaus. Bei den InlandsflĂŒgen sind es nur 50 Prozent, wobei die sogenannten dezentralen Verbindungen außerhalb der Drehkreuze MĂŒnchen und Frankfurt sogar nur einen Wert von 20 Prozent zeigen. Im Europaverkehr werden 91 Prozent der vormaligen PlĂ€tze angeboten und nach Übersee sind es 96 Prozent.

Airlines, FlughĂ€fen und ihre VerbĂ€nde haben die stark gestiegenen Steuern und GebĂŒhren als Grund fĂŒr die Flaute ausgemacht. Außerhalb Deutschlands ĂŒbertrifft das Sitzplatzangebot in Europa das Vorkrisen-Niveau inzwischen um 7 Prozent.

An den einzelnen FlughĂ€fen hat sich das Angebot unterschiedlich entwickelt. Deutlich weniger Verkehr als im ersten Halbjahr 2019 gibt es in Dresden (49 Prozent) sowie in Berlin und Stuttgart mit jeweils 70 Prozent. ZuwĂ€chse haben hingegen RegionalflughĂ€fen vorzuweisen, an denen der irische Billigflieger Ryanair IE00BYTBXV33 besonders aktiv ist. Spitzenreiter ist Memmingen mit 197 Prozent des Aufkommens von 2019 vor Weeze am Niederrhein, Karlsruhe/Baden-Baden und Hahn im HunsrĂŒck.

Ryanair wÀchst an kleinen FlughÀfen

Ryanair fliegt verstĂ€rkt kleinere FlughĂ€fen an, wo die hohen Steuern und GebĂŒhren mit niedrigeren Abfertigungskosten zumindest teilweise ausgeglichen werden. FĂŒr den kommenden Sommerflugplan planen die Iren daher 14 neue Strecken von den FlughĂ€fen MĂŒnster, Karlsruhe, Bremen und Weeze sowie neuerdings LĂŒbeck. DafĂŒr sollen je ein zusĂ€tzliches Flugzeug in Karlsruhe und Weeze stationiert werden. Das Volumen von rund 800.000 PlĂ€tzen kann allerdings die zuvor an anderen deutschen FlughĂ€fen gestrichenen 1,8 Millionen PlĂ€tze nicht kompensieren.

Airline-Chef Eddie Wilson verlangt erneut die Abschaffung der Luftverkehrssteuer sowie geringere GebĂŒhren fĂŒr die Lotsenleistungen und Passagierkontrollen an den FlughĂ€fen. Dann stehe sein Unternehmen bereit, das Angebot in Deutschland fĂŒr derzeit 17 Millionen Passagiere innerhalb von sieben Jahren auf 34 Millionen zu verdoppeln.

@ dpa.de | IE00BYTBXV33 PRODUKTION/ABSATZ