Mercosur, Macron

Mercosur: Macron bleibt trotz ZugestÀndnissen bei Nein

18.12.2025 - 12:27:09

Auch nach einer Einigung auf neue Sicherheitsklauseln will Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron eine geplante Unterzeichnung des Freihandelsabkommen der EuropÀischen Union mit den vier lateinamerikanischen Mercosur-Staaten verschieben.

"Es wurde viel verbessert", sagte Macron - die Klauseln seien aber noch nicht finalisiert und mit den Mercosur-Staaten abgestimmt.

Macron sagte, Frankreich verlange, dass weiter an dem Abkommen gearbeitet werde, "damit die Dinge ernsthaft angegangen werden, unsere Landwirtschaft respektiert wird, die ErnĂ€hrungssicherheit unserer MitbĂŒrgerinnen und MitbĂŒrger ĂŒberall in Europa gewĂ€hrleistet ist." Man sei nicht bereit, das Abkommen so zu unterzeichnen.

Am Mittwoch hatten sich Vertreter der EU-LĂ€nder und des EuropĂ€ischen Parlaments auf zusĂ€tzliche Schutzklauseln fĂŒr die Landwirtschaft verstĂ€ndigt, um den Abschluss des Abkommens der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zu ermöglichen. Im Fall eines schĂ€dlichen Anstiegs der Einfuhren aus den Mercosur-Staaten oder eines ĂŒbermĂ€ĂŸigen Preisverfalls fĂŒr die EU-Erzeuger sollen damit rasch Gegenmaßnahmen in Gang gesetzt werden können.

Verhandlungen seit 1999

Die neue Freihandelszone zwischen der EU und den Mercosur-Staaten mit mehr als 700 Millionen Einwohnern wĂ€re nach Angaben der EU-Kommission die weltweit grĂ¶ĂŸte dieser Art. Die Behörde hatte die Verhandlungen ĂŒber das Abkommen im vergangenen Dezember trotz anhaltender Kritik aus LĂ€ndern wie Frankreich abgeschlossen. Die Unterzeichnung ist fĂŒr kommenden Samstag in Brasilien geplant - dafĂŒr braucht es aber eine bestimmte Mehrheit unter den EU-LĂ€ndern. Eine Entscheidung wird bei dem EU-Gipfeltreffen erwartet. Seit 1999 wird ĂŒber das Abkommen verhandelt.

Ob die erforderliche Mehrheit zustande kommt, war bis zuletzt unklar. Wenn Frankreich wie erwartet nicht zustimmt, wird es vermutlich auf Italien ankommen. LĂ€nder wie Polen und Österreich haben bereits angekĂŒndigt, wegen Sorgen von Landwirten und BĂŒrgern gegen eine Unterzeichnung des Abkommens zu stimmen.

@ dpa.de