Auch Rehlinger gegen Aus fĂŒr 'Rente mit 63'
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 13:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Ich lehne den aktuellen Vorschlag an dieser Stelle ab, weil er dem Respekt vor der Lebensleistung von Menschen widerspricht", sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zumindest dĂŒrfe eine solche Neuregelung nicht fĂŒr jene gelten, die anders geplant hĂ€tten. "Wer jahrzehntelang gearbeitet hat, verdient Respekt und eine wĂŒrdige Rente."
Die Rentenkommission hat vorgeschlagen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren zu streichen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin BĂ€rbel Bas (SPD) hatten nach Vorlage des Kommissionsberichts im Juni angekĂŒndigt, alle 33 Empfehlungen vollstĂ€ndig und zĂŒgig umzusetzen. Inzwischen gibt es aber erhebliche WiderstĂ€nde dagegen, insbesondere von den ostdeutschen MinisterprĂ€sidenten von CDU und SPD.
Angebot an Söder
Rehlinger bringt nun einen Kompromiss ins Spiel. "Markus Söder hat sich glasklar gegen die Minijob-Regelung ausgesprochen, ich hĂ€tte kein Problem damit, ihm entgegenzukommen", sagte sie mit Blick auf den CSU-Chef und bayerischen MinisterprĂ€sidenten. "Im Gegenzug sollten wir eine gerechte Rente fĂŒr langjĂ€hrig Versicherte erreichen, die mehr nach Beitragsjahren schaut statt nur nach Lebensalter."
Die Rentenkommission hat vorgeschlagen, Minijobs in die Rentenversicherung einzubeziehen und ihren steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus abzuschaffen. Dies lehnt Söder strikt ab.
GrundsĂ€tzlich hĂ€lt Rehlinger das Paket fĂŒr verhandelbar, verlangt aber Korrekturen. "Das Rentenpaket muss nicht komplett aufgeschnĂŒrt werden, aber an entscheidenden Punkten muss der Bundestag Ănderungen vornehmen", sagte sie. Und: "In Rente sollte man nicht erst gehen dĂŒrfen, wenn der Körper streikt."
