Große, EU-LĂ€nder

Große EU-LĂ€nder einigen sich auf Position bei Kapitalmarktunion

29.05.2026 - 15:46:35 | dpa.de

Auf dem Weg zu einer vertieften Zusammenarbeit der KapitalmĂ€rkte in Europa haben sich große EU-LĂ€nder auf eine gemeinsame Position geeinigt.

Das teilte das Bundesfinanzministerium mit. Minister Lars Klingbeil (SPD) hatte sich am Donnerstag mit Amtskollegen aus den anderen großen EU-Volkswirtschaften Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien getroffen.

"Die sechs wirtschaftsstĂ€rksten EU-Staaten handeln gemeinsam, um Europa souverĂ€ner und stĂ€rker zu machen", erklĂ€rte Klingbeil. "Dass die sechs grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der EU bereit sind, nationale Egoismen hinter sich zu lassen und zusammen voranzugehen, ist ein wichtiges Signal fĂŒr die gesamte EuropĂ€ische Union." Laut Klingbeil haben sich die sechs LĂ€nder auch beim Thema Aufsicht auf weitere Schritte zur europĂ€ischen Kapitalmarktunion verstĂ€ndigt.

An der sogenannten Kapitalmarktunion wird seit Jahren gearbeitet. Dabei geht es zur Vertiefung des Binnenmarkts darum, das Zusammenwachsen der noch zersplitterten europÀischen KapitalmÀrkte stÀrker zu forcieren - um mehr private Investitionen zu mobilisieren.

Ein Reformpaket der EU sieht auch vor, Kontrollbefugnisse ĂŒber bedeutende grenzĂŒberschreitend tĂ€tige Akteure an die EuropĂ€ische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) zu ĂŒbertragen.

Aus Kreisen des Finanzministeriums hieß es, die Einigung der sechs LĂ€nder sei ein wichtiger Schritt nach vorne in Richtung Kapitalmarktunion. So solle Aufsicht ĂŒber bedeutende Marktinfrastrukturen sowie bestimmte HandelsplĂ€tze schrittweise auf die ESMA ĂŒbertragen werden. In ihrer derzeitigen Form und GrĂ¶ĂŸe wĂŒrden deutsche HandelsplĂ€tze damit aktuell nicht einer verpflichtenden europĂ€ischen Aufsicht unterliegen. Die Aufsichtskompetenz fĂŒr bedeutende Krypto-Dienstleister solle schrittweise auf die europĂ€ische Aufsichtsbehörde ĂŒbertragen werden.

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