EuropÀer, Frontlinie

EuropĂ€er: Frontlinie muss Basis fĂŒr Ukraine-GesprĂ€che sein

21.10.2025 - 11:41:57

Aus Sicht von Bundeskanzler Friedrich Merz und anderen europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs muss die aktuelle Frontlinie im Ukraine-Krieg der Ausgangspunkt fĂŒr Friedensverhandlungen sein.

"Wir unterstĂŒtzen nachdrĂŒcklich die Position von PrĂ€sident (Donald) Trump, dass die KĂ€mpfe sofort eingestellt werden sollten und die aktuelle Kontaktlinie der Ausgangspunkt fĂŒr Verhandlungen sein sollte", heißt es in einer ErklĂ€rung der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und anderen LĂ€ndern.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa unterzeichneten das Statement ebenfalls. Es gelte weiterhin der Grundsatz, "dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt verĂ€ndert werden dĂŒrfen", heißt es darin weiter.

US-PrĂ€sident Trump hatte sich zuletzt widersprĂŒchlich geĂ€ußert. Nachdem er in den vergangenen Wochen mehr VerstĂ€ndnis fĂŒr die Lage der von Russland angegriffenen Ukraine gezeigt hatte, schien er davon zuletzt wieder abzurĂŒcken. Am Wochenende sprach er sich dafĂŒr aus, dass fĂŒr ein Ende der KĂ€mpfe der aktuelle Frontverlauf eingefroren werden sollte. Am Montag sagt er dann, er glaube nicht, dass die Ukraine den Krieg gewinnen könne - auch wenn er dies nicht gĂ€nzlich ausschließe.

Nur Ukraine meint es ernst mit Frieden

In dem Statement heißt es nun, die Ukraine sei die einzige Partei, die es mit dem Frieden ernst meine. "Wir alle sehen, dass (der russische PrĂ€sident Wladimir) Putin weiterhin Gewalt und Zerstörung wĂ€hlt." Die Ukraine mĂŒsse zu jedem Zeitpunkt in der stĂ€rkstmöglichen Lage sein - "vor, wĂ€hrend und nach einem Waffenstillstand".

Aktuell entwickle man Maßnahmen, um den "vollen Wert" der eingefrorenen russischen Vermögenswerte zur UnterstĂŒtzung der Ukraine zu nutzen. Noch in dieser Woche werde man sich beim EU-Gipfel weiter beraten, bevor es ein GesprĂ€ch der sogenannten "Koalition der Willigen" unter der Leitung des britischen Premierministers Keir Starmer und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron gebe.

@ dpa.de