Automatische, Bedrohungsjagd

Automatische Bedrohungsjagd wird zum Compliance-Standard

28.01.2026 - 01:21:12

Unternehmen setzen 2026 zunehmend auf automatisierte Abwehr, um neuen EU-Regeln zu genügen und gegen professionelle Cyberangriffe zu bestehen.

Die Zeiten reaktiver IT-Sicherheit sind vorbei. Angesichts verschärfter EU-Regularien und immer professionellerer Cyberkrimineller wird die automatisierte Bedrohungsjagd für Unternehmen zum zentralen Baustein ihrer Compliance-Strategie. Sicherheitsexperten sind sich einig: Der Schutz von Daten ist kein lästiges Pflichtprogramm mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Haupttreiber dieser Entwicklung sind neue europäischen Vorgaben. Die NIS-2-Richtlinie, die seit Ende 2025 gilt, macht IT-Sicherheit zur Chefsache. Allein in Deutschland sind über 30.000 Unternehmen betroffen. Sie müssen systematisches Risikomanagement etablieren und ihre Cyber-Resilienz nachweisen.

Parallel setzt die DORA-Verordnung im Finanzsektor neue Maßstäbe. Regulierer beginnen 2026, diese umfassenden Regeln durchzusetzen. Für viele Firmen wird das zur Herausforderung: Zwei Drittel haben Schwierigkeiten, die Compliance-Anforderungen mit eigenen Mitteln zu bewältigen. Die Folge ist eine massive Nachfrage nach automatisierten Lösungen.

Vom manuellen Fahnden zur automatisierten Suche

Die Bedrohungsjagd selbst wandelt sich grundlegend. War sie früher eine mühsame Handarbeit für Spezialisten, wird sie heute zunehmend von Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen angetrieben. Moderne Plattformen durchsuchen Netzwerke kontinuierlich nach verdächtigen Aktivitäten, die herkömmliche Sicherheitssysteme umgangen haben.

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Die Devise lautet: „Gehe von einem bereits erfolgten Angriff aus.“ Statt auf Alarme zu warten, suchen diese Systeme proaktiv nach den Taktiken und Verfahren von Angreifern. Das verkürzt die Zeit bis zur Entdeckung und Eindämmung von Vorfällen erheblich – ein entscheidender Faktor sowohl für die Sicherheit als auch für die Meldepflichten gegenüber Aufsichtsbehörden.

KI-gestützte GRC-Systeme schaffen Transparenz

Die automatisierte Bedrohungssuche wird in umfassende Governance-, Risiko- und Compliance-(GRC)-Systeme integriert. KI-gestützte GRC-Plattformen verbinden Sicherheits- und Compliance-Management in einem „Connected Compliance“-Ökosystem. Dies soll Transparenz erhöhen und eine agile Anpassung an neue Vorschriften ermöglichen.

Der Markt reagiert auf diesen Trend. So kündigte der GRC-Softwareanbieter Diligent Mitte Januar die Übernahme eines Spezialisten für Risikomanagement an, um KI-Funktionen zu integrieren. Eine aktuelle PwC-Studie bestätigt, dass dieser vernetzte Ansatz bessere Entscheidungen ermöglicht und Betriebsrisiken senkt.

Demokratisierung der Cybersicherheit

Die Automatisierung macht hochentwickelte Sicherheitsverfahren auch für den Mittelstand zugänglich. Was früher nur Großkonzernen mit eigenen Security Operations Centers (SOCs) vorbehalten war, wird nun für die vielen von NIS-2 betroffenen Mittelständler notwendig und realisierbar.

Die Rolle der menschlichen Analysten verändert sich dadurch fundamental. Statt selbst die Nadel im Heuhaufen zu suchen, überwachen und justieren sie die automatisierten Systeme und reagieren auf deren Erkenntnisse. Diese Mensch-Maschine-Zusammenarbeit ist entscheidend, um mit der Komplexität moderner Cyberbedrohungen Schritt zu halten.

Ausblick: Kontinuierliche statt punktuelle Compliance

Die Integration von KI und Automation wird sich weiter vertiefen. Künftig wird es nicht mehr genügen, Sicherheitsmaßnahmen lediglich einzurichten. Unternehmen müssen deren dauerhafte Wirksamkeit nachweisen. Der nächste Schritt sind prädiktive Analysen, bei denen KI-Systeme Bedrohungen antizipieren, bevor sie ausbrechen.

Dabei bleiben Herausforderungen: Der Fachkräftemangel für den Umgang mit diesen komplexen Systemen besteht fort, und eine zu starke Abhängigkeit von der Automatisierung birgt eigene Risiken. Die zentrale Aufgabe für Führungsteams wird es sein, ein robustes, integriertes GRC-System aufzubauen, das auch den sicheren Einsatz von KI gewährleistet. Die Sicherheit der Daten wird so zur Grundvoraussetzung für künftiges Geschäftswachstum.

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