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BAföG-Portal nach 19 Tagen wieder online – Studenten unter Druck

26.01.2026 - 09:25:12

Das BAföG-Portal ist nach 19 Tagen Systemmigration wieder verfügbar, nur fünf Tage vor der entscheidenden Antragsfrist für Studierende. Ein Ansturm auf das System wird erwartet.

Das bundesweite Portal BAföG Digital ist nach fast drei Wochen Wartung wieder erreichbar. Der Neustart erfolgt nur fünf Tage vor einer entscheidenden Frist für Tausende Antragsteller – und nach massiver Kritik an der langen Zwangspause.

Kritik an „digitalem Steinzeitalter“

Seit dem 7. Januar war das Portal für eine umfassende Systemmigration offline. Rund 1,1 Millionen Nutzerkonten wurden auf eine neue Infrastruktur umgezogen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) verteidigte den Zeitplan: Man habe die wochenweise Pause gewählt, weil in diesem Zeitraum erfahrungsgemäß weniger Anträge gestellt würden.

Doch die 19-tägige Schließung traf Studierende in einer heiklen Phase. Wer Förderanträge stellen oder verlängern musste, war auf Post, E-Mail oder sogar Fax angewiesen. Studierendenvertreter sprachen von einem Rückfall ins „digitale Steinzeitalter“. Studentenwerke in Frankfurt, Marburg und Bielefeld rieten dringend davon ab, auf die Wiederinbetriebnahme des Portals zu warten, wenn Fristen drängten.

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Stau vor der Deadline am 31. Januar

Die Rückkehr des Portals am 26. Januar kommt denkbar knapp. Für viele Studierende endet am 31. Januar die Frist, um ihre BAföG-Bewilligung für das kommende Semester zu verlängern. Wer bis dahin keinen vollständigen Antrag einreicht, riskiert eine Unterbrechung der Zahlungen.

Nun wird ein Ansturm auf das gerade wieder aktivierte System erwartet. Gleichzeitig müssen die Bearbeitungsstellen einen Rückstau an analogen Anträgen abarbeiten. Auch Anträge für die Studienstarthilfe für das Sommersemester 2026 konnten während der Wartungsphase nicht digital gestellt werden. Die Verzögerungen bei der Bearbeitung könnten sich für einige Studierende in verspäteten Auszahlungen niederschlagen.

Modernisierung für die Zukunft

Trotz der aktuellen Probleme betont das Ministerium den langfristigen Nutzen der Migration. Die neue Plattform soll stabiler, nutzerfreundlicher und besser für mobile Endgeräte optimiert sein. Zudem soll die technische basis geschaffen worden sein, um künftig Gesetzesänderungen schneller umsetzen zu können.

Bereits integriert sind die neuen Einkommensfreibeträge, die sich an der 2026er Minijob-Grenze von 603 Euro orientieren. Ob die versprochenen Vorteile die aktuellen Turbulenzen aufwiegen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Behörden raten allen Antragstellern nun dringend, den Eingang ihrer Unterlagen zu prüfen – ob digital oder per Post während der Ausfallzeit eingereicht.

@ boerse-global.de