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Banco de Sabadell: Einstieg in Qivalis-Konsortium

Veröffentlicht am: 21.05.2026 um 05:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sabadell beendet Verkaufsprozess der TSB-Technologieplattform und beteiligt sich an einem europÀischen Stablecoin-Projekt. Analysten bewerten die Neuausrichtung positiv.
Banco de Sabadell: Einstieg in Qivalis-Konsortium Illustration mit AI erstellt.

Banco de Sabadell richtet sich neu aus. Der spanische Konzern stoppt den geplanten Verkauf seiner TSB-Technologieplattform und sucht nun nach anderen Optionen. Parallel dazu steigt die Bank in ein europĂ€isches Vorhaben fĂŒr einen eurogedeckten Stablecoin ein.

Beides passt zusammen. Sabadell trennt sich von Altlasten, will die technologische Basis aber nicht zu jedem Preis abgeben. Zugleich sucht die Bank Anschluss an einen Markt, der fĂŒr kĂŒnftige Zahlungen an Bedeutung gewinnen könnte.

TSB-Plattform bleibt vorerst im Haus

Die Technologieplattform von TSB steht mit einem Buchwert von 250 Millionen Euro in den BĂŒchern. Nach dem Verkauf der TSB-Einheit war sie als mögliche VerĂ€ußerung vorgesehen. Nun hĂ€lt Sabadell den Prozess an und prĂŒft Alternativen.

Hinter dem Schritt dĂŒrfte auch das begrenzte Kaufinteresse stehen. Die Plattform hĂ€ngt mit frĂŒheren Integrationsproblemen und alten IT-Strukturen zusammen. FĂŒr die Bank ist das heikel, weil solche Systeme oft teuer bleiben, selbst wenn sie nicht mehr ins KerngeschĂ€ft passen.

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Einstieg in den Stablecoin-Markt

Mit dem Beitritt zum Qivalis-Konsortium setzt Sabadell auf ein anderes Zukunftsthema. Das BĂŒndnis umfasst inzwischen 37 Finanzinstitute aus 15 LĂ€ndern und will in der zweiten HĂ€lfte 2026 einen MiCA-konformen Stablecoin auf Euro-Basis starten.

Das Projekt zielt auf eine regulierte Alternative zu den derzeit von US-Dollar-gebundenen Coins dominierten Strukturen. Der geplante digitale Euro-Ersatz soll Zahlungen schneller und effizienter machen. Die Aufsicht liegt bei der niederlÀndischen Zentralbank.

Analysten sehen RĂŒckenwind

Auch am Markt kommt die strategische Neuausrichtung an. Deutsche Bank bestĂ€tigte nach den Zahlen zum ersten Quartal die Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 3,80 auf 3,95 Euro an. Als StĂŒtze gilt vor allem der Fokus auf den Heimatmarkt Spanien.

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Hinzu kommt ein freiwilliges Vorruhestandsprogramm, das jĂ€hrlich rund 40 Millionen Euro einsparen soll. FĂŒr viele Beobachter ist genau diese Kombination aus Kostensenkung, schlankerer Struktur und digitalem Ausbau derzeit der eigentliche Investmentfall.

Die Aktie notierte zuletzt bei 3,39 Euro und liegt damit knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,48 Euro. Über zwölf Monate hat der Titel um 22,21 Prozent zugelegt und notiert klar ĂŒber den gleitenden Durchschnitten von 50, 100 und 200 Tagen. Der hohe RSI von 84,7 signalisiert allerdings, dass die kurzfristige Dynamik bereits sehr weit gelaufen ist.

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