Barry Callebaut Aktie: Free Cashflow springt auf 0,8 Mrd. CHF
15.05.2026 - 17:45:18 | boerse-global.deEin Gourmet-Gipfel in SĂŁo Paulo, dazu eine Bilanz, die sich erholt â bei Barry Callebaut lĂ€uft nicht alles schlecht. An diesem Freitag treffen sich Spitzenköche und Branchenexperten zum âCallebaut Taste Summitâ. Das Unternehmen will damit sein GourmetgeschĂ€ft in Lateinamerika und der Asien-Pazifik-Region voranbringen.
Doch die eigentliche Geschichte spielt an den KakaomÀrkten. Die Rohstoffpreise sind von ihren Rekordhöhen um rund 70 Prozent eingebrochen. Das entlastet die Bilanz massiv.
Cashflow dreht ins Positive
Der Free Cashflow schoss im ersten Halbjahr 2025/26 auf rund 0,8 Milliarden Schweizer Franken hoch. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Minus von 2,1 Milliarden. Grund dafĂŒr ist das Cost-Plus-Modell des Konzerns: Barry Callebaut gibt Kakaopreise direkt an die Kunden weiter. Sinken die Bohnenpreise, sinkt auch der Kapitalbedarf fĂŒr LagerbestĂ€nde.
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Die Kehrseite: Der Umsatz wird 2026 voraussichtlich um 13 Prozent fallen. Das ist kein Mengeneffekt. Die Absatzvolumina stabilisieren sich. Analysten erwarten nur noch einen RĂŒckgang von 1 bis 3 Prozent, nach zuvor geschĂ€tzten 4 bis 6 Prozent.
Margen bleiben unter Druck
Trotz der Cashflow-Erholung: Die operative Marge leidet. Absolute AufschlĂ€ge pro Tonne sinken, ĂberkapazitĂ€ten in der Branche belasten. Das Sparprogramm âBC Next Levelâ kostet zusĂ€tzlich Geld. Berenberg rechnet fĂŒr 2026 mit einem operativen Ergebnis von rund 593 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 703 Millionen.
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital liegt bei 7,4 Prozent. Das Management strebt langfristig eine zweistellige Rendite an. Nach EinschĂ€tzung von Analysten wird das frĂŒhestens 2028 gelingen.
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Die Aktie notiert bei 1.295 Euro â gut ein FĂŒnftel unter dem 52-Wochen-Hoch. Der 200-Tage-Schnitt liegt knapp oberhalb des aktuellen Kurses. Der RSI von 44,6 deutet auf eine neutrale Stimmung hin.
Ob die Einsparungen aus dem Restrukturierungsprogramm die Margeneffekte auffangen, ist die entscheidende Frage fĂŒr die nĂ€chsten Monate. Die Kapitalrendite von 7,4 auf ĂŒber 10 Prozent zu heben, bleibt ambitioniert. Anleger werden darauf achten, ob Barry Callebaut seine ProfitabilitĂ€t trotz fallender Kakaopreise halten kann.
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