Bas: Union muss Position zur abschlagsfreien FrĂŒhrente klĂ€ren
Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 16:59 Uhr | dpa.deDie SPD-Chefin sagte im ZDF-"Berlin direkt Sommerinterview", sie strĂ€ube sich nicht dagegen, das Paket aufzuschnĂŒren, wenn das Unionsmeinung wĂ€re. "Das sehe ich aber noch nicht."
Die Ost-MinisterprĂ€sidenten der CDU mĂŒssten das jetzt mit der Bundestagsfraktion der CDU/CSU klĂ€ren, ob man die abschlagsfreie FrĂŒhrente nach 45 Versicherungsjahren beibehalten wolle, sagte die Ministerin. "Die SPD wird sicherlich nicht dagegen sein." Die CDU sei immer die Partei gewesen, die die FrĂŒhverrentung abschaffen wollte. Die SPD habe sie eingefĂŒhrt.
Die drei ostdeutschen CDU-MinisterprĂ€sidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalts) und Mario Voigt (ThĂŒringen) hatten sich offen gegen die Empfehlung der Kommission gestellt. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die abschlagsfreie "Rente mit 63". "Wer 45 Jahre eingezahlt hat, hat genug eingezahlt. Diesen Grundsatz geben wir nicht auf", heiĂt es darin.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei und die neue GeneralsekretĂ€rin Franziska Hoppermann machten am Wochenende deutlich, dass die CDU an der Abschaffung der abschlagsfreien FrĂŒhrente ("Rente mit 63") als Teil eines Reformpakets bei der Rente festhĂ€lt.
Bas sagte, es sei kein "Wunschergebnis", was die Alterssicherungskommission vorgestellt habe. "Aber es ist ein Gesamtergebnis." Das Kommissionsergebnis sei kein Paket, wo man sich einzelne Dinge rausnehmen könne. "Sondern da passt vieles zusammen." Bas hatte von einem "Gesamtkunstwerk" gesprochen.
Bas sagte im ZDF auf die Frage zugleich, ob sie darauf hoffe, dass das "Gesamtkunstwerk" noch einmal aufgemacht werde: "Ich bin bereit, ĂŒber alles zu reden." Sie machte klar, die SPD habe immer vertreten, dass Menschen, die sehr, sehr lange eingezahlt und frĂŒh angefangen hĂ€tten zu arbeiten, auch die Möglichkeit haben mĂŒssten, frĂŒher auszusteigen.
