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Bas: 'Wer arbeiten kann, muss sich um Arbeit bemĂŒhen'

Veröffentlicht am: 30.06.2026 um 06:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bundesarbeitsministerin BĂ€rbel Bas hat die ab 1. Juli geltende neue Grundsicherung als Zeichen gegen den Missbrauch von Sozialleistungen verteidigt, zugleich aber die Ausgewogenheit der Reform betont.

"Wir setzen in Zukunft verstĂ€rkt auf Verbindlichkeit, Eigenverantwortung und Mitwirkung. Klar ist: Wer Hilfe braucht, muss Hilfe erhalten", sagte die SPD-Vorsitzende der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung". Zur SolidaritĂ€t gehöre aber auch: "Wer arbeiten kann, muss sich um Arbeit bemĂŒhen. Wir setzen mit der Reform auch ein starkes Signal gegen Sozialleistungsmissbrauch."

Das betreffe nur ganz wenige Menschen in der Grundsicherung, die sich nicht an die Regeln hielten, dennoch sei Leistungsmissbrauch keine Lappalie. "Wer den Sozialstaat erhalten, modernisieren und besser machen will, der darf hier nicht wegschauen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit", sagte Bas.

Der Vorrang fĂŒr Arbeit, wo immer es geht, stehe ebenfalls im Mittelpunkt der Umgestaltung der Grundsicherung. "Deshalb stĂ€rken wir auch den sogenannten Passiv-Aktiv-Transfer, kurz gesagt: Wir fördern BeschĂ€ftigung statt Leistungsbezug." Wenn fĂŒr eine nachhaltige Arbeitsaufnahme eine Qualifizierung nötig sei, sei auch das weiterhin möglich. "Die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt, Gerechtigkeit und SolidaritĂ€t sind die Ziele der Neuen Grundsicherung."

BĂŒrgergeld wird ab Mittwoch zur Grundsicherung

Auf Menschen im BĂŒrgergeld kommen ab 1. Juli entscheidende Änderungen zu. Die Leistung wird nicht nur in "Grundsicherung fĂŒr Arbeitssuchende" umgetauft. Mit der Reform wĂ€chst auch der Druck, einen Job anzunehmen. Wirken Bezieher nicht mit, kann die Leistung monatlich gekĂŒrzt oder sogar ganz gestrichen werden.

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