Baugenehmigungen nehmen zu - deutliches Plus seit Jahresbeginn
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 09:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIm Juli wurden 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Damit hĂ€lt der AufwĂ€rtstrend aus dem ersten Halbjahr an, als die Baugenehmigungen um gut 15 Prozent Plus zugelegt hatten - der stĂ€rkste Anstieg fĂŒr ein erstes Halbjahr seit 2016. Die Baugenehmigungen sind ein Indikator fĂŒr den Kampf gegen Wohnungsmangel und steigende Mieten.
Neubauten dominieren
Von Januar bis Juli wurden Baugenehmigungen fĂŒr 148.800 Wohnungen in neuen und bestehenden GebĂ€uden erteilt, wie die Statistiker berichteten. Das waren knapp 13 Prozent oder 17.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. In neu zu errichtenden WohngebĂ€uden wurden von Januar bis Juli 121.200 Wohnungen genehmigt (plus 13,5 Prozent).
Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr EinfamilienhĂ€user um fast zehn Prozent auf 27.900. Bei den ZweifamilienhĂ€usern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um ein Viertel auf 8.900 zu. In MehrfamilienhĂ€usern, der zahlenmĂ€Ăig stĂ€rksten GebĂ€udeart, genehmigten die Behörden 79.700 Neubauwohnungen, gut 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Bessere Stimmung, aber höhere Zinsen
Erst zuletzt hatte das Ifo-Institut ein besseres GeschÀftsklima im Wohnungsbau beobachtet. "Die Unternehmen sehen zunehmend Licht am Ende des Tunnels", so das Ifo. "Die steigenden Baugenehmigungen nÀhren die Hoffnung, dass sich die Auftragslage in den kommenden Monaten belebt."
Die erneut gestiegenen Baugenehmigungen seien eine gute Nachricht, da ĂŒblicherweise mit Verzögerung damit auch der Wohnungsbau anziehe, sagte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts fĂŒr Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung. Allerdings zeichne sich wegen der gestiegenen Energiekosten und höherer Bauzinsen eine AbschwĂ€chung ab. "Die gestiegenen Zinsen machen den Wohnungsbau weniger bezahlbar, und das dĂŒrfte absehbar zu einem DĂ€mpfer fĂŒr die Baugenehmigungen fĂŒhren."
