Baugenehmigungen, Tiefpunkt

Baugenehmigungen steigen nach Tiefpunkt erstmals wieder

24.03.2026 - 00:30:19 | boerse-global.de

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg im Januar um 8,4 Prozent. Die Immobilienbranche zeigt sich vorsichtig optimistisch, mahnt aber zu Geduld.

Baugenehmigungen steigen nach Tiefpunkt erstmals wieder - Foto: über boerse-global.de
Baugenehmigungen steigen nach Tiefpunkt erstmals wieder - Foto: über boerse-global.de

Deutschlands Wohnungsbau zeigt ein erstes Erholungssignal. Im Januar stieg die Zahl der erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen spürbar an. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte kürzlich Daten, die einen Zuwachs von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ausweisen. Das sind 1.500 zusätzliche Genehmigungen auf insgesamt 19.500 Wohnungen. Die Immobilienbranche reagiert mit verhaltenem Optimismus.

Ein differenziertes Bild des Aufschwungs

Anzeige

Während der Neubau langsam anzieht, müssen bestehende Immobilien rentabel bleiben – mit dem kostenlosen Mietspiegel-Report prüfen Sie in wenigen Minuten, welche Mieten 2025 in Ihrer Stadt rechtssicher zulässig sind. In 5 Minuten wissen, was Sie 2025 wirklich verlangen dürfen

Die Januar-Zahlen zeigen eine breit gefächerte Erholung. Im Neubau stiegen die Genehmigungen um 7,4 Prozent auf 16.400 Wohnungen. Besonders stark legten Umbauten bestehender Gebäude zu – hier gab es ein Plus von 13,5 Prozent auf 3.100 Einheiten.

Bei den Gebäudetypen verzeichneten Einfamilienhäuser einen Zuwachs von 12,6 Prozent. Zweifamilienhäuser legten sogar um 26,1 Prozent zu. Im zahlenmäßig wichtigsten Segment der Mehrfamilienhäuser genehmigten die Behörden 10.500 Neubauwohnungen, ein Plus von 7,1 Prozent.

Branche warnt vor überzogenen Erwartungen

Die positiven Zahlen werden als "gutes Zeichen" gewertet, doch die Branche mahnt zur Vorsicht. Axel Gedaschko, Präsident des GdW, betont: "Genehmigungen sind nur der erste Schritt." Entscheidend sei, dass tatsächlich bezahlbare Mieten realisiert werden können.

Auch der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) dämpft die Euphorie. Für eine echte Entspannung am Wohnungsmarkt seien nicht allein steigende Genehmigungszahlen ausschlaggebend, sondern vor allem mehr Fertigstellungen. Tim-Oliver Müller vom Bauindustrieverband spricht von einem vorsichtigen Aufwärtstrend bei Mehrfamilienhäusern. Die Zahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser verharrten trotz Anstieg weiter auf historisch niedrigem Niveau.

Anzeige

Angesichts steigender Baukosten ist eine korrekte Bewirtschaftung essenziell. Dieser Gratis-Report zeigt Vermietern, wie sie Betriebskosten für Heizung, Grundsteuer und Reinigung 2025 rechtssicher und vollständig auf Mieter umlegen. Betriebskostenabrechnung in 5 Minuten rechtssicher erledigt

Hohe Hürden bremsen weiterhin Projekte

Trotz des Aufschwungs bleiben die Rahmenbedingungen angespannt. Hohe Baukosten, langwierige Genehmigungsverfahren und Unsicherheiten bremsen viele Vorhaben aus. Die Branche fordert daher konsequente politische Maßnahmen.

Experten sehen mehrere kritische Punkte: Eine "Fast Lane" für den Wohnungsbau in Mangellagen soll Projekte beschleunigen. Ein rechtlich verlässlicher Basisstandard könnte die Baukostenexplosion eindämmen. Zudem fordern Verbände, den "Bau-Turbo" wirksam zu machen, um mehr Bauland zu mobilisieren. Weitere Diskussionspunkte sind die Senkung der Grunderwerbsteuer für die erste Wohnimmobilie und eigenkapitalersetzende Staatsbürgschaften.

Ein langer Weg liegt noch vor uns

Der Anstieg im Januar ist ein wichtiges Signal. Nachdem die Genehmigungszahlen 2024 den niedrigsten Stand seit 2010 erreicht hatten, zeigen die Daten für 2025 und nun 2026 einen vorsichtigen Aufwärtstrend.

Doch die Herausforderung bleibt immens. Der Wohnraumbedarf in Deutschland ist weiterhin hoch. Die aktuellen Genehmigungs- und Fertigstellungszahlen liegen weit unter dem benötigten Niveau. Ob der positive Jahresauftakt eine nachhaltige Trendwende einleitet oder nur eine kurzfristige Erholung ist, werden die kommenden Monate zeigen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
boerse | 68970706 |