Baukasten statt Plattformen: Mercedes will Kosten senken
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 17:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMercedes arbeitet an der Produktarchitektur der nĂ€chsten Modellgeneration, die in den 2030er-Jahren auf den Markt kommen wird, wie das "Handelsblatt" berichtet. Statt die Fahrzeuge wie bislang auf verschiedenen Produktionsplattformen zu bauen, will Mercedes kĂŒnftig modularer fertigen.
Der Konzern will dem Bericht zufolge auf ein Baukastenprinzip setzen, bei dem Front-, Heck-, Seiten- und Bodenteile in separate Module zerlegt und je nach FahrzeuggröĂe entsprechend gefertigt werden können. Ein Sprecher von Mercedes-Benz sagte: "Wir arbeiten da an einem sehr ambitionierten Zukunftsplan." NĂ€here Angaben machte er nicht.
Durch die modulare und skalierbare Herangehensweise braucht es perspektivisch fĂŒr verschiedene FahrzeuggröĂen keine unterschiedlichen Plattformen mehr. Daher spricht das Management bei der kĂŒnftigen Autogeneration auch von Tech-Stacks. Der Konzern will so die Kosten drĂŒcken, die Effizienz steigern und die Produktion beschleunigen.
Mercedes orientiert sich damit etwa am US-Hersteller Tesla US88160R1014 und an chinesischen Autobauern, die Ă€hnliche Konzepte haben. Auch die Opel-Mutter Stellantis NL00150001Q9 setzt auf eine Einheitsplattform, auf der Fahrzeuge verschiedener GröĂen und mit unterschiedlichen Antriebsarten gebaut werden können. Derzeit baut Mercedes Autos auf mehreren Plattformen.
