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Bayern stimmt Gesundheitsreform zu

Veröffentlicht am: 10.07.2026 um 10:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

MÜNCHEN/BERLIN - Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) hat die Zustimmung des Freistaats im Bundesrat zur Gesundheitsreform der Bundesregierung angekĂŒndigt.

(Neu: Weitere ErlÀuterungen Söders zu Krankenhausentlastungen)

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) hat die Zustimmung des Freistaats im Bundesrat zur Gesundheitsreform der Bundesregierung angekĂŒndigt. Er werde "schweren Herzens" zustimmen, sagte Söder im ZDF-"Morgenmagazin". Die LĂ€nder hĂ€tten im Zuge intensiver Beratungen noch massive Nachbesserungen durchsetzen können, insbesondere fĂŒr die KrankenhĂ€user, sagte Söder. "Das Paket ist jetzt unter dem Strich mit Schmerzen zustimmungsfĂ€hig."

FĂŒr die KrankenhĂ€user hĂ€tten die LĂ€nder eine halbe Milliarde Euro an Erleichterungen herausgehandelt, sagte Söder spĂ€ter im Bundesrat. ZusĂ€tzlich gebe es Entlastungen bei der BĂŒrokratie, die zu weiteren finanziellen Einsparungen fĂŒhrten. Auch fĂŒr die forschende Pharmaindustrie habe es noch einmal Verbesserungen gegeben. "Ich hoffe sehr, dass es keinen Vermittlungsausschuss gibt", betonte er. Ein solches Verfahren wĂŒrde nur Verzögerungen bringen und unter UmstĂ€nden zu Beitragserhöhungen schon wĂ€hrend des Verfahrens fĂŒhren.

Das sogenannte Beitragsstabilisierungsgesetz fĂŒr die gesetzliche Krankenversicherung soll heute sowohl Bundestag als auch Bundesrat passieren. Offen ist noch, ob das Paket zur abschließenden Beratung auf die Tagesordnung der LĂ€nderkammer kommt. Der Bundestag mĂŒsste einen Antrag auf FristverkĂŒrzung stellen, ob die LĂ€nder dem zustimmen, ist unklar. ZustimmungsbedĂŒrftig ist das Gesetz nicht, der Bundesrat könnte es aber in den Vermittlungsausschuss schicken und damit bremsen.

Söder verteidigte im ZDF die von der Koalition ebenfalls geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Verpflichtung zur Ă€rztlichen Krankschreibung bereits am ersten Krankheitstag. Die telefonische Krankschreibung sei als Sonderregelung zur Entlastung der Arztpraxen in der Corona-Pandemie eingefĂŒhrt worden. Es habe MissbrauchsfĂ€lle gegeben, etwa an BrĂŒckentagen. Zur BefĂŒrchtung der HausĂ€rzte, ihre Praxen könnten ĂŒberlastet werden, sagte Söder: "Es hat vorher funktioniert, es wird jetzt auch funktionieren."

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