ROUNDUP, FlugausfÀlle

Erneut hunderte FlugausfÀlle bei bestreikter Lufthansa

14.04.2026 - 12:48:17 | dpa.de

Bei der Lufthansa DE0008232125 gehen die Streiks des fliegenden Personals mit kaum verÀnderter HÀrte weiter.

Am Dienstag fielen durch den zweiten Streiktag der Piloten erneut hunderte FlĂŒge der Kerngesellschaft und der Regionaltochter Cityline aus. Auch am Mittwoch und Donnerstag ist mit einer Ă€hnlichen Situation zu rechnen, weil dann die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter ihre Arbeit niederlegen.

Die Lufthansa-Aktie lag nach dem Dienstagmittag in einem freundlichen Dax DE0008469008 1,1 Prozent im Plus bei 7,85 Euro. Wieder etwas gesunkene Ölpreise ließen einige Anleger bei den Papieren zugreifen. Vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs lag der Kurs allerdings noch deutlich höher bei ĂŒber 9 Euro.

Allein an ihren Drehkreuzen Frankfurt und MĂŒnchen musste Deutschlands grĂ¶ĂŸte Fluggesellschaft fĂŒr Dienstag mehr als 900 Starts und Landungen absagen. Starts des am Montag erstmals bestreikten Lufthansa-Ferienfliegers Eurowings fanden hingegen in Berlin, DĂŒsseldorf und weiteren FlughĂ€fen wieder planmĂ€ĂŸig statt. Im Streit um die Betriebsrenten der Piloten wurde auch die Lufthansa Cargo bestreikt.

FĂŒnfte Streikwelle zum Festakt

Mit der fĂŒnften Streikwelle des fliegenden Personals ab Mittwoch wird auch der fĂŒr diesen Tag geplante Festakt zum 100. Jahrestag der GrĂŒndung der ersten Lufthansa ĂŒberschattet. Die Gewerkschaften planen eine Kundgebung vor der Unternehmenszentrale am Frankfurter Flughafen. Zu der Lufthansa-Veranstaltung im neuen Besucherzentrum des Unternehmens werden unter anderen Bundeskanzler Friedrich Merz und Verkehrsminister Patrick Schnieder (beide CDU) erwartet.

Zwischen den Tarifparteien sind die Fronten weiterhin verhÀrtet. WÀhrend die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit Angebote zu den strittigen Fragen um Betriebsrenten und Einkommen verlangt, lehnt das Management jedwede Kostensteigerungen bei der ertragsschwachen Kern-Airline ab. Jeder Streik verkleinere die betroffene Fluggesellschaft, hatte Personalchef Michael Niggemann gewarnt.

Ähnlich ist die Situation bei der Kabinengewerkschaft Ufo, die fĂŒr bessere Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag streikt und fĂŒr die BeschĂ€ftigten der Cityline einen Sozialplan erreichen will. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag) hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr klargemacht, dass Vorstand und Aufsichtsrat an der beschlossenen Strategie festhalten: "Wir operieren Flugzeuge ausschließlich dort, wo sie Wert generieren."

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