Verteidigungsminister, Pistorius

Verteidigungsminister Pistorius pocht auf flÀchendeckende Musterung

10.11.2025 - 12:26:57

Bei der Wehrdienst-Reform pocht Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auf die flÀchendeckende Musterung aller jungen MÀnner eines Jahrgangs.

Zudem solle es "Pflichtelemente" geben, falls sich nicht genĂŒgend Freiwillige fĂŒr die Bundeswehr finden, erklĂ€rte der SPD-Politiker beim Besuch des Heimatschutzregiments in MĂŒnster. Er zeigte sich optimistisch, dass die Koalition in dieser Woche zu Ergebnissen kommt. Generell Ă€ußerte er sich "sehr, sehr optimistisch, weil wir uns annĂ€hern", wie er sagte.

Zum Thema der verpflichtenden Musterung eines ganzen Jahrgangs erklĂ€rte Pistorius, es gehe darum, "im Verteidigungsfall wirklich handlungsfĂ€hig sein zu können und wirklich zu wissen, wer ist denn ĂŒberhaupt in der Lage, eingezogen zu werden". Dies mĂŒsse in diesem Gesetz geregelt werden. "Das halte ich fĂŒr notwendig, aber da finden wir ganz sicher auch einen Weg."

Die Bundeswehr solle durch einen freiwilligen Wehrdienst gestÀrkt werden, bekrÀftige er. In anderen LÀndern sei das durchaus auch gelungen und zwar sehr erfolgreich. "Von daher, wenn das dann wider Erwarten nicht reichen sollte, dann wird es Pflichtelemente geben. Das ist aber auch kein Wunder, weil auch die Wehrpflicht als solche könnte ja theoretisch morgen mit einfachem Gesetz wieder in Kraft gesetzt werden", erklÀrte der Verteidigungsminister.

"Wir werden Regelungen finden in den Verhandlungen, wie wir das vernĂŒnftig und angemessen regeln können, sowohl im Interesse der Truppe als auch im Interesse der jungen Leute. Da wird es eine vernĂŒnftige Lösung geben", fĂŒgte der SPD-Politiker hinzu, ohne Details zu nennen. Über die Mechanismen, falls es sich nicht genĂŒgend Freiwillige finden, hatte es zwischen CDU, CSU und SPD Streit gegeben. Die Idee, Betroffene dann auszulosen, hatte eine Debatte ausgelöst.

@ dpa.de