Cyberangriff, Bundesagentur

Cyberangriff auf Bundesagentur - acht TatverdÀchtige

13.10.2025 - 13:24:27

Bei einem Cyberangriff auf die Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) sollen acht MĂ€nner versucht haben, Leistungen auf eigene Konten umzuleiten.

Die bayerischen Experten zur BekĂ€mpfung von CyberkriminalitĂ€t ermittelten TatverdĂ€chtige und Zeugen in Rheinland-Pfalz, Baden-WĂŒrttemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg mitteilte.

Von Ende Januar bis Mitte MĂ€rz wollten sich die TatverdĂ€chtigen demnach widerrechtlich in 20.000 BA-Benutzerkonten einloggen. In rund 1.000 FĂ€llen sei es ihnen gelungen, in 150 FĂ€llen hĂ€tten sie die Kontoverbindung so geĂ€ndert, dass Leistungen umgeleitet worden wĂ€ren. Da die Bundesagentur frĂŒhzeitig eingegriffen habe, sei der Schaden gering geblieben - und habe bei knapp 1.000 Euro gelegen, hieß es weiter.

Unberechtigte Logins entdeckt

Eine Mitarbeiterin eines Jobcenters in Nordrhein-Westfalen brachte die Ermittlungen ins Rollen, als ihr Unstimmigkeiten auf dem Konto einer verstorbenen Kundin aufgefallen waren. Danach entdeckten die BA-Verantwortlichen eine Vielzahl unberechtigter Logins und erstatteten Strafanzeige.

Am vergangenen Mittwoch durchsuchten die Ermittler zehn Objekte in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz), Mannheim (Baden-WĂŒrttemberg), Berlin, Halle (Sachsen-Anhalt) und in den Kreisen Segeberg (Schleswig-Holstein) und Rhein-Pfalz (Rheinland-Pfalz).

Neben Beweismitteln und DatentrÀgern habe man dabei auch Waffen, Bargeld und BetÀubungsmittel gefunden, teilte ein Sprecher der Zentralstelle Cybercrime weiter mit. Bereits bei der ersten Sichtung der Beweismittel habe man eindeutige Hinweise entdeckt, dass die MÀnner mit dem Cyberangriff auf die BA in Verbindung stehen.

Die VerdÀchtigen sind zwischen 36 und 61 Jahre alt. Zwei VerdÀchtige in Rheinland-Pfalz sitzen in Untersuchungshaft - allerdings nicht wegen des Cyberangriffs, sondern wegen des Verdachts auf Handel mit BetÀubungsmitteln.

@ dpa.de