ROUNDUP, Brand

Erneut Brand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff - ein Toter

20.04.2026 - 09:15:30 | dpa.de

Bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ist mindestens ein Mensch getötet worden.

Eine gebe auch einen Verletzten, schrieb Gouverneur Weniamin Kondratjew auf der Plattform Telegram. Im Hafen brenne es, DrohnentrĂŒmmer hĂ€tten GebĂ€ude in der Stadt beschĂ€digt, darunter eine Schule und einen Kindergarten. Auch eine Gasleitung sei beschĂ€digt worden.

In sozialen Medien berichteten Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens. Auf zunĂ€chst nicht ĂŒberprĂŒfbaren Videos waren BrĂ€nde und eine große schwarze Rauchwolke zu sehen. Die Staatsanwaltschaft berichtete von SchĂ€den an der Infrastruktur des Hafens. Die Behörden der Stadt teilten mit, dass die Schulen geschlossen blieben.

Russland verliert Einnahmen im Ölexport

Der Hafen war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie vermehrt Russlands Ölindustrie an, die fĂŒr Moskaus Finanzierung des Kriegs wichtig ist. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der SchĂ€den stehen in keinem VerhĂ€ltnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.

Am Schwarzen Meer ist Tuapse einer der wichtigsten HĂ€fen fĂŒr den russischen Ölexport. Dort gibt es auch eine Raffinerie, die dem grĂ¶ĂŸten russischen Ölkonzern Rosneft gehört. Tuapse liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Großstadt Sotschi.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntag mitgeteilt, die Kiews Angriffe auf Russlands Ölinfrastruktur hĂ€tten zu einem Verlust von mindestens 2,3 Milliarden Dollar an Einnahmen durch VerkĂ€ufe gefĂŒhrt. Der "Kyiv Independent" berichtete, durch Drohnenangriffe und Beschlagnahmung von Tankern der sogenannten russischen Schattenflotte seien im April rund 40 Prozent der russischen Öl-ExportkapazitĂ€ten lahmgelegt worden.

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