Beiersdorf Aktie: 750-Millionen-Programm läuft
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 19:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Beiersdorf kauft im großen Stil eigene Anteile zurück. Allein in der vergangenen Woche flossen 29.011 Aktien zurück in den Konzernbestand. Damit setzt das Hamburger Unternehmen ein deutliches Signal gegen die jüngste Kursschwäche an der Börse.
Das im Frühjahr gestartete Programm nimmt stetig an Fahrt auf. Seit dem Start im Mai hat Beiersdorf insgesamt 543.657 Aktien erworben. Das Ziel steht fest: Innerhalb von zwei Jahren will der Konzern bis zu 750 Millionen Euro für eigene Papiere ausgeben. Ein Kreditinstitut führt die Käufe im Auftrag der Gesellschaft durch.
Nivea schwächelt, Derma glänzt
Hinter der finanziellen Strategie steht ein operativ gemischtes Bild. Im ersten Quartal sank der Konzernumsatz organisch um 4,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Besonders das Segment für Konsumgüter litt unter der schwachen Nachfrage und verzeichnete ein Minus von 4,7 Prozent.
Den Gegenpol bildete das Geschäft mit medizinischer Hautpflege. Die Sparte Derma wuchs organisch um 8,2 Prozent. Marken wie Eucerin und Aquaphor erwiesen sich erneut als verlässliche Wachstumstreiber für den DAX-Konzern. Parallel dazu belastete die Kernmarke Nivea das Ergebnis mit einem Rückgang von sieben Prozent.
Strategiewechsel soll Kehrtwende bringen
Das Management reagiert bereits auf die Schwäche der Hauptmarke. Eine neue Strategie soll die Abverkäufe wieder ankurbeln, wobei der Konzern erste positive Signale meldet. Die Klebstofftochter Tesa verbuchte derweil ein Umsatzminus von 4,3 Prozent, was der Vorstand mit schwierigen Vorjahresvergleichen begründet.
An der Börse wird die Aktie derzeit bei 78,86 Euro gehandelt. Damit liegt das Papier seit Jahresbeginn rund 15 Prozent im Minus. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich aktuell auf 17,47 Milliarden Euro.
Beiersdorf hält trotz der Delle zum Jahresstart an seinen Zielen für 2026 fest. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr weiterhin einen stabilen bis leicht wachsenden Umsatz. Die kommenden Monate müssen nun zeigen, ob die Neuausrichtung von Nivea die gewünschte Dynamik zurückbringt.
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