Benko, Gericht

Benko vor Gericht: Verfahren wird teilweise neu aufgerollt

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 05:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

In Österreich wird am Dienstag (9.00 Uhr) der erste Prozess gegen den Ex-MilliardĂ€r RenĂ© Benko teilweise neu aufgerollt.

Der 49 Jahre alte GrĂŒnder des Immobilien- und Handelsimperiums Signa steht wegen des Verdachts der SchĂ€digung seiner GlĂ€ubiger vor dem Landesgericht Innsbruck. In einem ersten Prozess in dieser Frage war Benko 2025 zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) bestĂ€tigte den damaligen Schuldspruch in einem Teilaspekt der Anklage. Ein anderer Aspekt, fĂŒr den der Investor freigesprochen worden war, wurde aber an das Landesgericht zurĂŒckverwiesen. Damit muss das Gericht nun auch die Höhe einer Gesamtstrafe neu festlegen.

Fall dreht sich um 360.000 Euro Mietkostenvorauszahlung

Konkret geht es am Dienstag um den Verdacht, dass Benko eine Mietkostenvorauszahlung fĂŒr seinen Wohnsitz in Höhe von 360.000 Euro geleistet hat. Laut Anklage hat er diesen Schritt angesichts seines absehbaren Konkurses als Einzelunternehmer unternommen - und somit seine GlĂ€ubiger geschĂ€digt. FĂŒr das Delikt drohen ein bis zehn Jahre Haft. Ein Urteil bereits am Dienstag gilt als wahrscheinlich.

Benko, der alle VorwĂŒrfe bestreitet, sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Er hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten sowie risikoreiche ZukĂ€ufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz. Gegen ihn und andere Signa-Manager wird in mehreren weiteren StrĂ€ngen ermittelt.

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