KORREKTURROUNDUP, Daimler-Truck-Gewinn

KORREKTUR/ ROUNDUP: Daimler-Truck-Gewinn bricht ein - AuftrÀge ziehen an

06.05.2026 - 10:03:13 | dpa.de

(Berichtigung der Angaben zu Nettogewinn und Beteiligungsergebnis im 3.

Satz des 1. Absatzes sowie im 5. Absatz. Der Verlust im Beteiligungsergebnis resultiert vorwiegend aus einer Abschreibung der Batteriefirma Amplify.)

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN (dpa-AFX) - Der Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler Truck DE000DTR0CK8 hat im ersten Quartal die Probleme in Nordamerika zu spĂŒren bekommen. Umsatz und operatives Ergebnis fielen deutlich. Unter dem Strich sorgte auch eine Abschreibung fĂŒr den verzögerten Produktionsstart bei einer Batteriefirma in den USA fĂŒr Sonderkosten. Das Management um Chefin Karin Radström sieht aber mit dem nun wieder anziehenden Auftragseingang Licht am Ende des Tunnels und bestĂ€tigte seine Jahresprognose. Schon im zweiten Quartal soll es im wichtigen US-Markt bei der ProfitabilitĂ€t wieder deutlich aufwĂ€rtsgehen. Die Aktie tat sich im frĂŒhen Handel schwer, eine Richtung zu finden.

Zuletzt gewann das Papier gut ein halbes Prozent; 2026 lieg es damit rund 17 Prozent um Plus. Analyst Michael Aspinall von der US-Investmentbank Jefferies sah die Ergebnisse des ersten Quartals im Rahmen seiner eigenen SchĂ€tzungen, aber unter denen des Marktes. Entscheidend sei aber, dass sich das Unternehmen fĂŒr das zweite Quartal in Nordamerika bereits bei der operativen Marge wieder in der Region von 7 bis 8 Prozent sehe, und das im frĂŒhen Stadium sich bessernder AuftrĂ€ge.

Die Bestellungen bei Daimler Truck sprangen um die HÀlfte in die Höhe. Nach dem Einbruch im Vorjahr zogen sie in den ersten drei Monaten auf 114.043 Fahrzeuge an. Wegen der Unsicherheit um die Entwicklung der Wirtschaft infolge von Zollerhöhungen hatten Speditionen in den USA im vergangenen Jahr zwischenzeitlich kaum noch Lkw bestellt.

Das zeigte sich nun in den operativen Zahlen. Der Umsatz des IndustriegeschĂ€fts - also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet - fiel im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sank gar um ĂŒber die HĂ€lfte auf 498 Millionen Euro, wie das DaxDE0008469008-Unternehmen am Mittwoch in Leinfelden-Echterdingen mitteilte. Die von Anlegern viel beachtete bereinigte operative Gewinnmarge im IndustriegeschĂ€ft sackte um 4,6 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent ab. Die Ergebnisse fielen damit schwĂ€cher aus als von Analysten ohnehin befĂŒrchtet.

Unter dem Strich ging der Gewinn je Aktie um 80 Prozent auf 0,18 Euro zurĂŒck. Neben dem schwachen Abschneiden im TagesgeschĂ€ft verzeichnete Daimler Truck im Beteiligungsergebnis einen Verlust von 239 Millionen Euro. Das lag vor allem an einer Abschreibung bei der Beteiligung Amplify wegen der Verschiebung des Produktionsstarts sowie des Hochlaufs der Batterieproduktion in den USA.

"Wir sind gut aufgestellt, um im weiteren Jahresverlauf trotz eines herausfordernden ersten Quartals weitere Verbesserungen zu erzielen", sagte Daimler-Truck-Chefin Radström laut Mitteilung. In den USA hĂ€tten sich die AuftragseingĂ€nge deutlich erholt. "Diese Dynamik dĂŒrfte sich in den kommenden Quartalen positiv auf unsere GeschĂ€ftsentwicklung auswirken", sagte die Managerin.

So sieht sie die Nordamerikasparte - im Regelfall die Renditeperle des Konzerns - im zweiten Quartal am oberen Ende der Bandbreite des Jahresausblicks des Bereichs von 6 bis 8 Prozent - im ersten Quartal standen hier nur 5,4 Prozent zu Buche. Auch bei der in Europa starken Lkw-Marke Mercedes-Benz und bei den Bussen sollte sich die Marge im laufenden Dreimonatszeitraum wieder bessern.

Der schwĂ€chelnde US-Markt und weniger verkaufte Busse hatten zuletzt bei Daimler Truck fĂŒr einen erneuten AbsatzrĂŒckgang gesorgt. Im ersten Quartal dieses Jahres verkaufte der Nutzfahrzeughersteller weltweit 68.849 Lastwagen und Busse. Das entsprach einem RĂŒckgang von neun Prozent.

Um wettbewerbsfÀhiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefÀhr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist besonders die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden durch Stellenabbau.

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