OFFIZIELLE KORREKTUR / ROUNDUP / Iran: Botschafter europÀischer LÀnder einbestellt
12.01.2026 - 19:30:31(Berichtigung. Im ersten Absatz, letzter Satz muss es heiĂen: "Aus dem AuswĂ€rtigen Amt war zu hören, der deutsche Botschafter sei einbestellt worden." (nicht: "Aus dem AuswĂ€rtigen Amt war zu hören, der deutsche Botschafter sei gemeinsam mit weiteren europĂ€ischen Botschaftern einbestellt worden.") Das AuswĂ€rtige Amt hat seine Angaben korrigiert.)
TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran hat nach SolidaritĂ€tsbekundungen europĂ€ischer Regierungschefs fĂŒr die regierungskritischen Proteste nach eigenen Angaben Botschafter aus Deutschland, Frankreich und GroĂbritannien ins AuĂenministerium einbestellt. In einer Mitteilung des staatlichen Rundfunks hieĂ es, man habe bei dem Treffen Videos der Unruhen gezeigt. Die "gewalttĂ€tigen Handlungen" hĂ€tten die Grenzen friedlicher Demonstrationen ĂŒberschritten. Aus dem AuswĂ€rtigen Amt war zu hören, der deutsche Botschafter sei einbestellt worden.
Auch das AuĂenministerium in Paris bestĂ€tigte die Einbestellung des französischen Botschafters. Irans AuĂenminister Abbas Araghtschi habe mit den europĂ€ischen Botschaftern die aktuellen Entwicklungen in dem Land thematisiert. Die europĂ€ischen Botschafter hĂ€tten ihre Besorgnis nachdrĂŒcklich zum Ausdruck gebracht, hieĂ es in Paris.
Aus London gab es keine ausdrĂŒckliche BestĂ€tigung fĂŒr die Einbestellung. Aus Regierungskreisen hieĂ es lediglich, der Botschafter habe einen geplanten Termin im iranischen AuĂenministerium in Teheran wahrgenommen. Die britische AuĂenministerin Yvette Cooper hatte zuvor den Mut insbesondere der Demonstrantinnen gelobt. Das Recht auf freie MeinungsĂ€uĂerung und die Versammlungsfreiheit seien fundamentale Rechte, so Cooper. Sie fĂŒgte hinzu: "Der AusĂŒbung dieser Rechte sollte niemals mit der Drohung mit Gewalt oder Repressionen begegnet werden."
Teheran forderte eine RĂŒcknahme der SolidaritĂ€tsbekundungen. Die Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel.

