Verteidigung, Berlin-Brandenburg

KI und Verteidigung: Berlin-Brandenburg will stÀrker werden

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 17:56 Uhr, dpa.de

Berlin und Brandenburg wollen bei Zukunftsfeldern wie KI, MobilitÀt und Verteidigung europaweit an die Spitze.

Der Berliner Senat und die Brandenburger Landesregierung beschlossen die Innovationsstrategie der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 2035.

Konkret geht es darum, bestehende Unternehmen zu stÀrken, ihren Ausbau zu fördern und neue Unternehmen anzusiedeln - und damit auch Fördermittel von Bund und EU zu erhalten.

"Wenn wir unsere StĂ€rken miteinander gut verheiraten, uns gut abstimmen, dann können wir eben beide davon profitieren", sagte Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU). "Berlin hat vielleicht mehr Patentanmeldungen, sicherlich auch mehr Start-ups, international vielleicht auch grĂ¶ĂŸere Anziehungskraft." Brandenburg könne aber Berlin dabei helfen, wenn es darum gehe, "in die Produktion zu kommen".

Das Ziel: europaweit vorn sein

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sagte: "Wir sind stÀrker, wenn wir als Region auftreten." Es gehe darum, zukunftsfÀhig zu sein bei Digitalisierung, Klimaschutz und Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft auch angesichts der Alterung der Gesellschaft. Giffey sieht Berlin-Brandenburg in Konkurrenz mit den Metropolregionen London und Paris.

Bei der Wirtschaftsleistung (BIP) pro Kopf lag Berlin 2024 genau 127 Prozent ĂŒber dem EU-Durchschnitt, Brandenburg 86 Prozent, der Großraum Paris (Ile de France) bei 160 Prozent. In Hamburg lag das kaufkraftbereinigte Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2024 rund 96 Prozent ĂŒber dem EU-Schnitt.

Beide LÀnder sollen sich ergÀnzen

Die neue Strategie sieht fĂŒnf Zukunftsfelder, in denen Berlin und Brandenburg stĂ€rker werden wollen: MobilitĂ€t, digitale Technologien, Gesundheit, Energie und nachhaltige Produktion. Die gemeinsamen Anstrengungen beider LĂ€nder fĂŒr Innovationen gehen bis ins Jahr 2011 zurĂŒck. Doch seitdem hat sich technologisch viel verĂ€ndert.

Digitaler Fortschritt brauche Rechenzentren, dafĂŒr seien FlĂ€che und erneuerbare Energien nötig, sagte Giffey. Brandenburg könne dabei helfen. Berlin habe zudem Hunderte Unternehmen fĂŒr Robotik, Optik und Drohnentechnik. Klement verwies auf die Möglichkeit von Drohnentests. Die SPD-Politikerin wies Bedenken zurĂŒck: Die Hauptstadtregion werde "auf keinen Fall" ein RĂŒstungsproduktionsstandort werden.

Als Beispiel fĂŒr innovative MobilitĂ€t nannte Klement den US-Elektroautobauer Tesla US88160R1014 in GrĂŒnheide in Brandenburg. Tesla plant in Berlin ein Innovationszentrum.

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