Berlins SPD-Chef: Bundeswehr weiter an Schulen prÀsent
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 06:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Das wird jede Schule wieder eigenstÀndig entscheiden können, so wie es vor der Kooperationsvereinbarung der Fall war und in vielen anderen BundeslÀndern genauso praktiziert wird", sagte Krach dem "Tagesspiegel".
In ihrem gemeinsamen Sondierungspapier, das Grundlage fĂŒr Koalitionsverhandlungen sein soll, hatten Linke, GrĂŒne und SPD unter anderem festgehalten: "Die Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr beenden wir."
Kooperationsvereinbarung regelt Einsatz von Jugendoffizieren
Diese Vereinbarung hatten die CDU-gefĂŒhrte Senatsbildungsverwaltung und die Bundeswehr erst im Juni geschlossen. Sie regelt, auf welche Weise die Bundeswehr an Schulen tĂ€tig werden kann.
Festgelegt ist unter anderem, dass Jugendoffizierinnen und -offiziere auf Einladung der Schulen in allen Sekundarstufen ab Klassenstufe 9 sowie an beruflichen Schulen als Referenten tĂ€tig werden können. Neben VortrĂ€gen, Diskussionen und Planspielen sollen sie auch bei der Aus- und Fortbildung von LehrkrĂ€ften helfen. Gleichzeitig ist festgehalten: Die Schulen entscheiden eigenstĂ€ndig ĂŒber eine solche Zusammenarbeit.
Bundesverteidigungsminister besorgt
Laut Bildungsverwaltung sollte die Kooperationsvereinbarung einen verbindlichen und transparenten Rahmen fĂŒr das Wirken der Bundeswehr an Schulen schaffen. Sollte sie wie angekĂŒndigt demnĂ€chst gekĂŒndigt werden, befĂŒrchten Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und andere Kritiker eines solchen Schritts Unsicherheiten an den Schulen. Dies werde dazu fĂŒhren, dass LehrkrĂ€fte "zunehmend unsicher sind, ob Jugendoffiziere an Schulen ĂŒberhaupt noch politisch gewollt sind", sagte Pistorius vor einigen Tagen der Zeitung.
Laut Krach dĂŒrfen Bundeswehrvertreter auch ohne Kooperationsvereinbarung an Schulen zu Gast sein. Er verwies darauf, dass Schulen laut Sondierungspapier "plurale Angebote der Demokratiebildung nutzen" können. "Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr gehörte in der Vergangenheit dazu, und das gilt weiterhin", sagte er.
