AKTIEN IM FOKUS: Chemiewerte im Blick nach Jefferies-Report - Lanxess und Evonik
20.05.2026 - 08:35:24 | dpa.deDeren Analyst Marcus Dunford-Castro empfahl Evonik zum Kauf, worauf die Aktien vorbörslich positiv reagierten. FĂŒr Lanxess senkte er derweil nach der starken Erholungsrally im MĂ€rz den Daumen und stuft sie nun mit "Underperform" ein. Die Lanxess-Aktien fielen daraufhin auf der Handelsplattform Tradegate bis an ihre 50-Tage-Linie zurĂŒck.
Die Preise fĂŒr Chemieprodukte seien aktuell "hot", die Nachfrage allerdings nicht, so der Experte. Angetrieben wĂŒrden sie vor allem durch Versorgungsprobleme im Zuge des Nahost-Kriegs. Es gebe allerdings bereits Anzeichen der Umkehr des Preisauftriebs. Die Kursrally von Lanxess sei deutlich dynamischer gewesen als bei der Konkurrenz und auch viel deutlicher als der Anstieg der Gewinnerwartungen.
Anders als bei Lanxess passe die Kursentwicklung bei Evonik besser zum Anstieg der ErgebnisschĂ€tzungen. Hier sei der RĂŒckenwind und die Nachfrage-Normalisierung auch viel besser absehbar. Der Analyst hob den hohen GeschĂ€ftsanteil in vergleichsweise defensiven EndmĂ€rkten hervor.
Den ChemikalienhÀndler Brenntag DE000A1DAHH0 stuft Dunford-Castro nicht mehr negativ, sondern mit "Hold" ein. Die Papiere des DaxDE0008469008-Konzerns zogen im schwÀcher erwarteten Markt etwas an.
Der europĂ€ische Chemiesektor zĂ€hlte zunĂ€chst zu den gröĂten Leidtragenden des Kriegs in Nahost. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 EU0009658202 Chemicals EU0009658608 erreichte nach ĂŒber 11 Prozent Kriegsminus am 23. MĂ€rz das tiefste Niveau seit Herbst 2022. AnschlieĂend sorgten positive Preiseffekte und nachlassender Konkurrenzdruck aus Fernost aber fĂŒr eine fulminante Erholung auf ein neues Jahreshoch. Nach einem Monat ebbte die Rally aber im April bereits wieder ab.
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