Ergebnisse, Produktion/Absatz

Evonik bestÀtigt Jahresziel - Operativer Gewinn erholt zum Jahresstart

12.05.2025 - 10:06:18 | dpa.de

Bessere GeschĂ€fte mit Tierfuttereiweiß sowie SparbemĂŒhungen haben Evonik DE000EVNK013 im ersten Quartal zu einem Gewinnanstieg verholfen.

Zudem waren Produkte fĂŒr die Farben- und Beschichtungsindustrie sowie Pharmawirkstoffe gefragt. Das Gewinnziel fĂŒr 2025 steht, trotz der Unsicherheiten durch die protektionistische US-Handelspolitik. Dabei setzt der Essener MDax DE0008467416-Konzern auch auf sein breites Produktportfolio, eine ausgeprĂ€gte lokale Produktion sowie Kostensenkungen.

"Unsere EffizienzbemĂŒhungen greifen. Und das ist auch dringend nötig angesichts wieder aufflammender Konjunktursorgen", erklĂ€rte Finanzchefin Maike Schuh laut Mitteilung vom Dienstag.

An der Börse zeigten sich der Evonik-Aktienkurs am Montagvormittag wenig bewegt. Die Papiere des Spezialchemiekonzerns konnten damit nicht von einem insgesamt positiven Marktumfeld profitieren. Die Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit stimmte Anleger wieder optimistischer, nachdem der Zollkonflikt zuletzt Konjunktursorgen genĂ€hrt hatte. Beide LĂ€nder senkten die gegeneinander verhĂ€ngten Zölle deutlich - zunĂ€chst fĂŒr 90 Tage.

Bei einem fast unverÀnderten Umsatz von knapp 3,8 Milliarden Euro steigerte Evonik im ersten Quartal den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebtda) im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 560 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 233 Millionen Euro hÀngen, nach 156 Millionen vor einem Jahr.

Damit schnitt der im MDax gelistete Konzern beim Umsatz etwas schlechter ab als von Analysten erwartet, erzielte aber im Vergleich einen höheren operativen Gewinn. Branchenexperte Chetan Udeshi von der Bank JPMorgan verwies allerdings auch auf einen positiven Sondereffekt in Höhe von 20 Millionen Euro, ohne den das operative Ergebnis auf dem Niveau der mittleren Markterwartung gelegen hÀtten.

So floss Evonik etwa in der Sparte Nutrition & Care eine Kompensationszahlung im niedrigeren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich im Zusammenhang mit der KĂŒndigung eines Liefervertrags durch einen Kunden im GeschĂ€ft mit dem Pestizid-Zwischenprodukt ACA zu.

FĂŒr das laufende Jahr peilt Evonik-Chef Christian Kullmann weiterhin einen operativen Gewinn (Ebitda) von 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro an, nach einer deutlichen Erholung auf fast 2,07 Milliarden Euro 2024.

Helfen soll dabei auch das laufende Sparprogramm. "Tailor Made macht gute Fortschritte und ist im Plan, gemeinsam mit den anderen Initiativen im laufenden Jahr einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag zum Ergebnis beizusteuern", hieß es dazu von Evonik. Alles in allem will die Evonik-FĂŒhrung - wie bekannt - die jĂ€hrlichen Kosten bis Ende 2026 um rund 400 Millionen gesenkt haben.

Um die KomplexitĂ€t zu reduzieren und die Hierarchien flacher zu gestalten, bĂŒndelte Evonik die ChemiegeschĂ€fte zudem in zwei Segmenten. Die GeschĂ€ftsbereiche der Sparten Specialty Additives, Nutrition & Care sowie Smart Materials gingen mit Beginn des zweiten Quartals in den Sparten Custom Solutions und Advanced Technologies auf.

Die GeschĂ€fte im Segment Custom Solutions sieht Evonik eher in NischenmĂ€rkten mit spezifischen Produkten fĂŒr die Kunden. Dazu zĂ€hlen etwa Additive fĂŒr Lacke und Beschichtungen sowie Produkte fĂŒr die Kosmetik- und Pharmaindustrie. Die Sparte Advanced Technologies soll sich im Wettbewerb vor allem durch im Vergleich niedrige Kosten behaupten. GebĂŒndelt sind hier unter anderem Hochleistungskunststoffe und Wasserstoffperoxid.

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