Betrüger, Bankkarten

Betrüger klauen Bankkarten jetzt an der Haustür

18.03.2026 - 00:30:25 | boerse-global.de

Organisierte Banden kombinieren Telefonbetrug mit physischer Abholung von Bankkarten. Gleichzeitig warnen Experten vor massiven Phishing-Angriffen auf Smartphone-Banking-Nutzer.

Betrüger klauen Bankkarten jetzt an der Haustür - Foto: über boerse-global.de
Betrüger klauen Bankkarten jetzt an der Haustür - Foto: über boerse-global.de

Kriminelle kombinieren Telefonbetrug mit Abholung der Karte direkt an der Wohnungstür. Gleichzeitig warnen Verbraucherschützer vor massiven Phishing-Wellen gegen Smartphone-Banking.

Besonders dreist ist der sogenannte Abhol-Betrug, der sich aktuell in Nordrhein-Westfalen ausbreitet. Täter rufen an, geben sich als Bankmitarbeiter oder Polizisten aus und behaupten, die Karte müsse zum Schutz vor Betrug überprüft werden. Kurz darauf klingelt ein Kurier an der Haustür – und viele Opfer übergeben tatsächlich ihre EC-Karte samt PIN.

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Die Masche funktioniert: In dokumentierten Fällen dieser Woche wurden sofort Tausende Euro abgehoben. In einem Fall überreichte eine Seniorin neben der Karte auch Bargeld und Schmuck. Die Polizei warnt vor dem psychologischen Druck, den die Anrufer gezielt aufbauen.

Smartphone-Phishing: Die digitale Gefahr wird massiver

Parallel dazu rollen laut Verbraucherzentrale massive Phishing-Wellen durchs Land. Sie zielen gezielt auf Nutzer von Banking-Apps, besonders von Genossenschaftsbanken. Die Betrüger verschicken täuschend echte SMS oder E-Mails.

Darin wird etwa ein angebliches Update für das VR-SecureGo-Verfahren gefordert oder eine Kontoüberprüfung unter Verweis auf das Geldwäschegesetz behauptet. Die enthaltenen Links führen zu gefälschten Login-Seiten. Banken fordern niemals per Link in einer SMS zur PIN-Eingabe auf, betonen IT-Experten.

Klassisches Skimming bleibt ein Risiko

Auch die Manipulation von Geldautomaten ist weiterhin verbreitet. Beim Skimming lesen kaum sichtbare Geräte am Kartenschlitz die Daten aus, Kameras filmen die PIN-Eingabe.

Sicherheitstipp: Vor Nutzung den Automaten prüfen. Sitzt die Tastatur locker oder lässt sich etwas am Kartenschlitz bewegen, sofort abbrechen. Die PIN-Eingabe sollte immer mit der Hand abgedeckt werden. Ohne die Geheimzahl können Täter mit kopierten Daten meist nichts anfangen.

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Im Ernstfall sofort die Karte sperren

Ist die Karte weg oder die PIN kompromittiert, zählt jede Minute. Der erste Schritt ist die sofortige Sperrung über den kostenlosen Sperrnotruf 116 116. Banken müssen unautorisierte Abbuchungen meist erstatten.

Doch Vorsicht: Wer seine PIN an Dritte weitergibt – selbst an angebliche Bankangestellte – handelt grob fahrlässig. Dann kann der Erstattungsanspruch erlöschen. Die PIN darf niemals notiert, gespeichert oder weitergegeben werden.

Professionelle Banden setzen auf den Menschen als Schwachstelle

Die aktuelle Betrugswelle zeigt eine Professionalisierung der organisierten Kriminalität. Da technische Sicherungen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung wirken, zielen Täter nun auf den Menschen. Sie nutzen Autorität und erzeugen unter Zeitdruck Angst.

Die Kombination aus digitaler Vorbereitung per Phishing und physischer Abholung ist eine neue Eskalationsstufe. Oft koordinieren Banden die Taten und rekrutieren lokale Handlanger für die Abholung, was die Verfolgung erschwert.

Künftig könnten Betrüger sogar KI nutzen, um Stimmen von Bankberatern täuschend echt nachzuahmen. Bis Banken mit neuen Sicherheitssystemen reagieren, bleibt Aufklärung das wichtigste Mittel: Ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Anrufen oder Nachrichten ist der beste Schutz.

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