Betrüger, Bankkunden

Betrüger nehmen Bankkunden mit gefälschten Nachrichten ins Visier

27.01.2026 - 06:01:12

Verbraucher und Banken melden eine deutliche Zunahme raffinierter Phishing-Angriffe auf Kunden von Commerzbank, Trade Republic und anderen Instituten. Die perfiden Methoden nutzen psychologische Tricks und täuschend echte Nachrichten.

Eine neue Welle raffinierter Phishing-Angriffe erschüttert derzeit das Mobile Banking. Kriminelle kontaktieren Kunden namhafter Institute mit täuschend echten Nachrichten, um an Zugangsdaten zu gelangen.

Commerzbank, Trade Republic & Co.: Diese Institute werden aktuell gefälscht

Verbraucherschützer und Banken melden eine deutliche Zunahme betrügerischer SMS und E-Mails. Die Absender geben sich als bekannte Geldhäuser wie die Commerzbank, apoBank, Trade Republic, Volksbanken oder die TARGOBANK aus.

Unter Vorwänden wie einer angeblichen Sicherheitsaktualisierung, einer Kontobestätigung oder Systemumstellung bauen die Betrüger Druck auf. So wurden etwa Commerzbank-Kunden aufgefordert, ihre photoTAN zu „überprüfen“, um eine Kontosperrung zu vermeiden. Kunden der apoBank erhielten Nachrichten zur „dringenden“ Aktualisierung ihrer Daten.

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So funktionieren die perfiden Phishing-Angriffe

Die Methoden der Kriminellen sind hochprofessionell. Frühere Erkennungsmerkmale wie Rechtschreibfehler fehlen oft. Stattdessen nutzen sie fehlerfreies Deutsch und ein Design, das dem Original täuschend ähnlich sieht.

  • Der Köder: Eine SMS oder E-Mail mit dringendem Handlungsaufruf.
  • Die Falle: Ein Link führt auf eine perfekt nachgebaute Banken-Website.
  • Der Diebstahl: Dort werden Kontonummer, PIN und TANs abgefragt – und gelangen direkt in die Hände der Betrüger.

Die TARGOBANK warnte ihre Kunden kürzlich explizit vor solchen SMS-Nachrichten mit bösartigen Links.

Banking-Trojaner: Die unsichtbare Gefahr im Hintergrund

Neben Phishing stellen auch Banking-Trojaner eine massive Bedrohung dar. Diese Schadprogramme schleichen sich über infizierte Anhänge oder Apps auf Smartphones ein. Einmal installiert, können sie Login-Daten abfangen oder sogar Überweisungen im Hintergrund manipulieren.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt regelmäßig vor dieser Gefahr und betont die Notwendigkeit, Geräte umfassend zu schützen.

Ein endloses Wettrüsten zwischen Sicherheit und Kriminalität

Die aktuelle Häufung der Angriffe zeigt ein andauerndes Katz-und-Maus-Spiel. Während Banken in biometrische Verfahren und Zwei-Faktor-Authentifizierung investieren, passen organisierte kriminelle Netzwerke ihre Taktiken an.

Sie setzen auf psychologische Tricks, um Dringlichkeit und Angst zu erzeugen. BSI-Präsidentin Claudia Plattner wies bereits Anfang des Jahres auf die steigende Fallzahl und die Notwendigkeit hin, „verwundbare Systeme zu schützen“.

So schützen Sie sich vor Betrug

Sicherheitsexperten sind sich einig: Die Bedrohungslage bleibt angespannt. Für Verbraucher sind Wachsamkeit und Skepsis die wichtigsten Werkzeuge.

  • Nie auf Links klicken: Öffnen Sie keine Links in unerwarteten Bank-Nachrichten. Rufen Sie Ihre Banking-App oder Website immer direkt auf.
  • Quellen prüfen: Banken fordern niemals Passwörter, PINs oder TANs per E-Mail oder SMS an.
  • Software aktuell halten: Installieren Sie regelmäßig Updates für Ihr Betriebssystem und alle Apps.
  • Bei Verdacht handeln: Melden Sie betrügerische Nachrichten umgehend Ihrer Bank und löschen Sie sie.
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