Betrügerische, Trading-Apps

Betrügerische Trading-Apps kosten Anleger Millionen

21.01.2026 - 03:39:12

Eine neue Welle von Anlagebetrug über gefälschte Mobile-Trading-Apps überrollt Deutschland. Tausende Anleger verlieren dabei oft sechsstellige Beträge. Polizei und Finanzaufsicht BaFin warnen vor professionell gestalteten Apps und psychologischem Druck durch falsche Berater.

Der Einstieg beginnt meist harmlos: über Werbung auf Facebook, in Dating-Apps oder Einladungen in exklusive Chat-Gruppen bei WhatsApp und Telegram. Dort preisen angebliche Experten geheime Anlagetipps, häufig für Kryptowährungen oder CFDs. Die Opfer werden zum Download einer Trading-App aus den offiziellen Stores von Google oder Apple gedrängt.

Diese Apps sehen täuschend echt aus und simulieren überzeugend Kursgewinne. Nach einer ersten, kleinen Einzahlung von etwa 250 Euro zeigen die gefälschten Depots scheinbar hohe Gewinne. Das verleitet zu weitaus größeren Investitionen.

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Gefälschte Trading‑Apps und angebliche „Broker“ nutzen gezielt psychologische Druckmittel und Phishing‑Techniken – viele Betroffene bemerken die Warnsignale erst, wenn es zu spät ist. Ein kostenloses Anti‑Phishing‑Paket erklärt in einer klaren 4‑Schritte‑Anleitung, wie Sie verdächtige Anfragen in WhatsApp, Telegram und E‑Mail erkennen, welche einfache technische Vorkehrungen sofort schützen und wie Sie sichere Zahlungswege prüfen. Schützen Sie sich noch vor der nächsten Kontaktaufnahme. Anti‑Phishing‑Paket jetzt herunterladen

Falsche Broker bauen Vertrauen auf – dann brechen sie ab

Ein zentrales Element sind persönliche „Broker“ oder „Finanzberater“. Sie kontaktieren die Opfer per Telefon oder Messenger, wirken kompetent und bauen über Wochen Vertrauen auf. Mit dem Versprechen hoher Renditen bei minimalem Risiko drängen sie zu weiteren Einzahlungen.

Das Geld landet auf ausländischen Konten oder in Krypto-Wallets und ist kaum nachverfolgbar. Versucht ein Opfer, Gewinne auszuzahlen, bricht das System zusammen. Plötzlich werden Gebühren für Steuern oder Versicherungen gefordert – oder der Kontakt reißt komplett ab. Das investierte Geld ist weg.

Jüngste Einzelfälle zeigen das Ausmaß:
* Eine Frau aus Bochum verlor 1,2 Millionen Euro.
* Ein Mann aus Nordwaldeck erlitt einen Schaden im unteren sechsstelligen Bereich.

Behörden schlagen Alarm vor gefälschten Plattformen

Die BaFin und Polizeibehörden warnen eindringlich vor diesem Cyber-Trading-Betrug. Die Aufsicht veröffentlicht regelmäßig Warnlisten vor unerlaubten Handelsplattformen.

Die Zahlen sind alarmierend: 2025 verdreifachte sich die Zahl der von der BaFin gemeldeten verdächtigen Webseiten auf über 2.400. Ermittler gehen von Tausenden neuen Betrugsseiten pro Jahr aus, die in Deutschland Milliardenschäden verursachen. Die Täter nutzen KI, um mit geringem Aufwand täuschend echte Plattformen zu generieren.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Der Betrug funktioniert durch eine Mischung aus technischer Täuschung und psychologischer Manipulation. Das hohe Vertrauen in offizielle App-Stores wird ausgenutzt. Gleichzeitig spielen die Täter mit der Gier nach schnellen Gewinnen, die durch den Krypto-Hype befeuert wird.

Die persönliche Betreuung schafft eine emotionale Bindung und isoliert die Opfer von kritischen Informationen. Verbraucherschützer betonen: Die angezeigten Gewinne sind von Anfang an simuliert. Es findet kein echter Handel statt.

So können sich Verbraucher schützen

Experten erwarten eine weitere Zunahme der Fälle. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Verbraucherzentralen raten zu Vorsichtsmaßnahmen:

  • Immer prüfen: Vor jeder Investition die BaFin-Datenbank konsultieren. Sie zeigt, ob ein Anbieter eine Zulassung für Deutschland hat.
  • Skepsis bewahren: Unrealistisch hohe Gewinnversprechen sind immer ein Alarmzeichen.
  • Quellen checken: Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren und das Betriebssystem aktuell halten.

Wer bereits Opfer geworden ist, sollte den Kontakt sofort abbrechen, seine Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

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