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Bisher 100.000 AntrĂ€ge fĂŒr E-Auto-PrĂ€mie

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 13:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

BERLIN - Die im Mai freigeschaltete neue E-Auto-PrÀmie wurde nach Regierungsangaben bisher an 100.000 Antragsteller ausgezahlt.

(neu: Zulassungszahlen September des Kraftfahrt-Bundesamts)

BERLIN (dpa-AFX) - Die im Mai freigeschaltete neue E-Auto-PrĂ€mie wurde nach Regierungsangaben bisher an 100.000 Antragsteller ausgezahlt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte der "Bild"-Zeitung, "das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit ĂŒbertroffen und jetzt schon 100.000 Haushalte dabei unterstĂŒtzt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schĂŒtzen". Jedes zusĂ€tzliche Elektroauto mache Deutschland unabhĂ€ngiger von teuren Ölimporten und internationalen Konflikten.

Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hÀtten, sich ein E-Auto zu kaufen, sagte Schneider. Die HÀlfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel verdienten maximal 60.000 Euro. "Besonders wichtig ist mir, dass die soziale Staffelung wirkt", betonte Schneider.

Bei einem Termin mit Journalisten sprach Schneider am Montag von einem großen Erfolg. Das Programm sei auch die Antwort auf die "fossile Krise", also den Preisschock an den Tankstellen. Mit in Deutschland produziertem Strom mache man sich unabhĂ€ngig.

FörderfÀhig sind Kauf und Leasing neuer Elektroautos, bestimmter Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können, sowie Elektroautos mit sogenannten ReichweitenverlÀngerern. Letztere sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Fördermilliarden sollen fĂŒr geschĂ€tzt 800.000 Fahrzeuge reichen

Voraussetzung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar dieses Jahres. Die Höhe des staatlichen Zuschusses hĂ€ngt von Fahrzeug, Einkommen und FamiliengrĂ¶ĂŸe ab und kann bei bis zu 6.000 Euro liegen. Die PrĂ€mie gilt nur fĂŒr Privatautos, nicht fĂŒr Dienstwagen. Die vorhandenen Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach Regierungsangaben fĂŒr geschĂ€tzt 800.000 geförderte Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029.

Die vorangegangene Ampel-Koalition aus SPD, GrĂŒnen und FDP hatte die frĂŒhere KaufprĂ€mie Ende 2023 eingestellt, um Haushaltslöcher zu stopfen. Die aktuelle Bundesregierung aus Union und SPD einigte sich dann auf neue Kaufanreize, insbesondere fĂŒr Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen.

Die E-Auto-PrĂ€mie dĂŒrfte sich auch in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) niederschlagen. Rund 88.600 reine Elektroautos (BEV) wurden im September neu zugelassen, wie das KBA in Flensburg mitteilte. Das seien rund 95 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die reinen Stromer machten mehr als ein Drittel (34,5 Prozent) der Neuzulassungen im September aus. Mit Diesel oder Benzin betriebene Pkw kamen gemeinsam auf rund 67.700 Neuzulassungen - beide Kraftstoffarten verzeichneten RĂŒckgĂ€nge im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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