Bitcoin: 410 Millionen liquidiert nach Inflationsdaten
15.05.2026 - 05:19:54 | boerse-global.deAuf der einen Seite akkumulieren Großinvestoren in Rekordgeschwindigkeit. Auf der anderen Seite ziehen sich ETF-Anleger zurück und Makrodaten belasten den Markt. Bei Bitcoin prallen aktuell zwei völlig gegensätzliche Kräfte aufeinander.
Auslöser für die jüngste Schwäche sind überraschend heiße Inflationsdaten aus den USA. Der Erzeugerpreisindex kletterte im April um sechs Prozent im Jahresvergleich. Diese Entwicklung schürt am Markt die Sorge, dass die US-Notenbank den Leitzins länger auf dem aktuellen Niveau belässt.
Die Reaktion der Märkte folgte prompt. Bitcoin fiel auf aktuell rund 79.786 US-Dollar zurück. Damit vergrößert sich das Minus seit Jahresbeginn auf gut zehn Prozent. Die vielbeachtete 200-Tage-Linie ist vorerst nach unten durchbrochen.
Dieser plötzliche Rücksetzer erwischte viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß. Innerhalb von 24 Stunden wurden Krypto-Positionen im Wert von über 410 Millionen US-Dollar liquidiert. Davon waren fast ausschließlich gehebelte Long-Positionen betroffen.
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Gegensätzliche Signale bei Großinvestoren
Während der breite Markt strauchelt, baut der Investmentgigant Strategy seine Bestände massiv aus. Das Unternehmen hält mittlerweile fast 819.000 Bitcoin. Allein im vergangenen Monat kamen zehntausende neue Coins hinzu.
Angetrieben wird diese Kaufwelle durch die Vorzugsaktie STRC. Das Instrument bietet eine jährliche Verzinsung von 11,5 Prozent und entwickelt sich zunehmend zum Taktgeber für die monatlichen Zuflüsse. Im März flossen über dieses Vehikel mehr als 22.000 Bitcoin in die Bilanzen des Unternehmens.
Der restliche ETF-Markt kühlt indes spürbar ab. Spot-Produkte verzeichneten am Donnerstag Nettoabflüsse von rund 635 Millionen US-Dollar. Das markiert einen der stärksten Tagesverluste für diese Anlageklasse in den vergangenen Monaten.
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Richtungsentscheidung in Washington
Abseits der Kurskapriolen richtet sich der Blick nach Washington. Der Bankenausschuss des US-Senats berät heute über den sogenannten CLARITY Act. Das Gesetzespaket soll Bitcoin offiziell als Rohstoff einstufen und so einen dauerhaften Rechtsrahmen schaffen.
Die Abstimmung im Ausschuss dürfte äußerst knapp ausfallen. Der Vorsitzende Tim Scott warnt bereits vor Verzögerungen über die anstehende Sitzungspause am 21. Mai hinaus. Ein Scheitern könnte den Prozess auf Jahre blockieren. Passiert der Entwurf jedoch das Gremium, rechnen Experten durch die rechtliche Klarheit mit zusätzlichen ETF-Zuflüssen im zweistelligen Milliardenbereich.
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